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Der Hotelier Brown hat in Amerika vergeblich versucht,
sein Hotel auf Haiti zu verkaufen. Es steht jetzt
meistens leer, weil immer weniger Touristen auf
die Insel kommen, wo Diktator Francois "Papa
Doc" Duvalier mit seiner berüchtigten
Geheimpolizei "Tontons Macoutes" herrscht.
Von seinem finanziellen Ärger abgesehen, lassen
die Gräuel des Regimes Brown weitgehend kalt.
Er ist ein zynischer Einzelgänger, der seine
ganzen Gefühle in eine leidenschaftliche Affäre
mit Martha Pineda, der attraktiven Frau eines südamerikanischen
Botschafters, investiert. Als Brown aus den USA
mit einem Dampfer nach Port-au-Prince zurückkehrt,
gehen mit ihm einige Passagiere an Land. Es sind
Mr. Smith und seine Frau, die auf Haiti ein vegetarisches
Weltzentrum gründen und die Menschheit mit
ihren ausgefallenen Ideen beglücken wollen,
sowie der charmante, aber auch etwas zwielichtige
Major Jones. Von ihm weiß man nicht so recht,
ob er sich den Majorstitel nicht vielleicht selbst
verliehen hat.
Major Jones bekommt als Erster den Terror der "Tontons
Macoutes" zu spüren. Er wird verhaftet
und erst wieder freigelassen, als er den Häschern
des Diktators ein interessantes Geschäft vorschlägt.
Währenddessen macht auch das Ehepaar Smith
schlimme Erfahrungen mit dem Regime. Völlig
desillusioniert reisen die beiden wieder ab. Als
die Geheimpolizei entdeckt, dass ein angebliches
Waffenlager von Major Jones nur in dessen Fantasie
existiert, beginnt eine erbarmungslose Jagd auf
den Engländer. Brown schafft seinen Landsmann
bei Nacht und Nebel zu den Pinedas in die Botschaft.
Von dort will er ihn später zu einer Hand voll
Rebellen in die Berge bringen, obwohl er damit sein
Leben riskiert ...
Peter Glenville gelang vor allem dank seiner prominenten
Besetzung eine unvergessliche Verfilmung des Graham-Greene-Romans
"Die Stunde der Komödianten", in
dem Greene auf seine unnachahmliche Art die Schilderung
politischer Hintergründe, Gesellschaftskritik
und private Schicksale miteinander verknüpft.
Greene selbst schrieb das Drehbuch. Neben Elizabeth
Taylor und Richard Burton gehörte Peter Ustinov
zu den Stars, "der, wann immer sich die Gelegenheit
bot, den anderen die Schau stahl und die Szene beherrschte"
(Motion Picture Guide). Alec Guinness, eines der
"Opfer" der Ustinovschen Leinwandpräsenz
und wie er ein "Sir" und in London geboren,
schrieb in seiner Autobiografie: "Der Film
enthielt eine überragende schauspielerische
Leistung, nämlich die von Peter Ustinov - ein
ernstes, kluges und einfühlsames Porträt
eines unglücklichen Menschen".
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