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Die junge Dänin Odile lebt als Au-pair-Mädchen
in der heruntergekommenen Villa von Madame Seghers
in einem Pariser Vorort. Dort hat sie in einem Wandschrank
einen unverschlossenen Koffer voll mit 1.000-Franc-Scheinen
entdeckt. In ihrer Naivität erzählt sie
zwei jungen Burschen davon, die sie in der Sprachschule
kennenlernt. Arthur und Frantz - so heißen
die beiden - sind ein seltsames Gespann. Ohne Familie
aufgewachsen und schon früh auf die schiefe
Bahn geraten, hat Arthur seine Vorstellungen vom
Leben weitgehend aus Gangsterfilmen und Kriminalromanen
bezogen. Seine Pläne sind dementsprechend:
Er möchte nach Amerika gehen und dort Karriere
in der Unterwelt machen. Dazu braucht er natürlich
Geld, genauso wie Frantz, der von einer ruhmreichen
Laufbahn als Rennfahrer träumt.
Odiles Erzählung von dem Vermögen im Wandschrank
erscheint den beiden daher wie ein Wink des Schicksals,
ihre Chance wahrzunehmen. Gewissen Hinweisen des
Mädchens glauben sie entnehmen zu können,
dass das viele Geld entweder ebenfalls gestohlen
worden ist oder irgendwelchen dunklen Spionagezwecken
dient. Aus diesem Grunde, so folgern sie, wird Madame
Seghers sich hüten, bei einem Einbruch in die
Villa Anzeige zu erstatten, sie gehen also bei ihrem
geplanten Coup kein allzu großes Risiko ein.
Bei ihren Vorbereitungen versäumen sie kein
Detail, das in einschlägigen Krimis für
solche Fälle vorgesehen ist. Leider verläuft
das Unternehmen weniger glatt, als Arthur und Frantz
sich das vorgestellt haben. Die Dame des Hauses,
die sich störend bemerkbar macht, wird zwar
nach bewährter Gangstermanier gefesselt, geknebelt
und in einen Schrank verfrachtet, aber damit beginnt
eine Kettenreaktion peinlicher Pannen.
Der Meinungsstreit um den französischen Regisseur
Jean-Luc Godard hat nie aufgehört. Entweder
ist man Godard-Anhänger oder Godard-Verächter.
"Die Außenseiterbande" ist demgegenüber
ein Film, auf den sich beide Parteien zu einigen
vermochten, weil er klarer als andere Godard-Filme,
weniger redselig und schon gar nicht ideologisch
umstritten ist. Stil und Intentionen des viel diskutierten
Regisseurs lassen sich hier besonders deutlich erkennen.
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