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Im berühmt-berüchtigten Londoner Stadtteil
Soho treibt ein mysteriöser Mörder sein
Unwesen. Immer wieder findet die Polizei neue Opfer,
denen der Killer mit einem Dolch das Herz durchbohrt
hat. Dem erfahrenen Inspektor Patton von Scotland
Yard ist der Fall ein Rätsel: Nichts scheint
die Opfer miteinander zu verbinden. Und wieso hinterlässt
der Täter bei jedem Toten einen Umschlag mit
Geld? Für die Polizei beginnt eine fieberhafte
Suche nach weiteren Hinweisen - doch immer wenn
Patton und sein Assistent Hallam glauben, dem Mörder
auf der Spur zu sein, schlägt ihnen das Phantom
ein Schnippchen. Zusätzlich erschwert werden
die Ermittlungen durch die Einmischungen von Pattons
Chef Sir Phillip und der Krimi-Autorin Clarinda
Smith, die auffallendes Interesse an dem Fall zeigt
und versucht, den Killer auf eigene Faust zu überführen.
Dann aber stößt der Inspektor auf eine
heiße Fährte: Es stellt sich heraus,
dass sämtliche Opfer entweder zur Crew oder
zu den Gästen einer mondänen Luxusjacht
gehörten, die Jahre zuvor unter mysteriösen
Umständen sank - ein Unglück, von dem
vor allem der Eigner des Boots, Lord Malhouse, profitierte,
da er eine hohe Versicherungssumme kassieren konnte.
Aber auch er fällt kurz darauf dem Phantom
zum Opfer. Nun beginnt Patton, alle verbliebenen
Überlebenden der Unglücksjacht beschatten
zu lassen. Jeder könnte der Mörder sein
- oder das nächste Opfer! Als die verdächtige
Stripteasebar-Betreiberin Joanna und der halbseidene
Arzt Dr. Dalmer versuchen, England zu verlassen,
schlägt das Phantom erneut zu. Diesmal aber
gelingt es Patton, den Mörder zu stellen -
als der Inspektor endlich die Identität des
Phantoms lüftet, kommt es zu einer überraschenden
Enthüllung.
Nach einem Original-Filmstoff von Bryan Edgar Wallace,
Sohn der Krimi-Legende Edgar Wallace, inszenierte
Erfolgsregisseur Franz Josef Gottlieb diesen deutschen
Thriller. In der Wallace-typischen Mischung aus
geheimnisvollen Charakteren und atmosphärischen
Schauplätzen legt der Film seine falschen Fährten.
In der Hauptrolle glänzt Dieter Borsche als
scharfsinniger Inspektor. An seiner Seite spielt
neben Barbara Rütting, Peter Vogel und Elisabeth
Flickenschildt Hans Söhnker. An ihn will das
MDR FERNSEHEN anlässlich seines Todestages
am 20. April 2011 besonders erinnern. Mit dem "Zarewitsch"
hatte 1933 seine Zelluloid-Karriere begonnen. Im
gleichen Jahr folgte das "Schwarzwaldmädel",
1934 die "Czardasfürstin" - Söhnker
hatte es geschafft. "Mit seiner Wurstigkeit,
mit der frechen, fast ruppigen Behandlung seiner
Partnerinnen machte er Eindruck - oder spätestens
doch dann, wenn sich hinter der Macho-Fassade ein
anständiger Kumpel und verlässlicher Partner
zeigte." (Cinema Star-Lexikon) Nach dem Krieg
spielte er zunächst wieder Theater in Berlin
bei seinem Freund Boleslaw Barlog, wurde dann aber
in den Komödien und Melodramen des Wirtschaftswunders
ein beliebter, attraktiver Herr mit grauen Schläfen.
Als seine Karriere zusammen mit "Papas Kino"
zu Ende ging, entdeckte das Fernsehen seine sympathische
Ausstrahlung: als Vaterfigur in den Familienserien
"Forellenhof" (1965) und "Salto mortale"
(1968). Hans Söhnker trat auch als charmanter
Plauderer zu den verschiedensten Anlässen als
Conferencier und Moderator auf und hatte auch als
Sänger einen Namen. 1974 erschien seine Autobiografie
unter dem Titel "... und kein Tag zu viel".
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