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Der aus dem Zuchthaus geflohene Jean Lavigne findet
bei der Witwe Couderc Arbeit und Unterkunft. Zwischen
dem mit gefälschten Papieren versehenen Sträfling
und der im Dorf angefeindeten Fünfzigerin bahnt
sich ein enges Verhältnis an. Die Familienangehörigen
des verstorbenen Couderc sehen in seiner Witwe eine
verhasste Angeheiratete, missgönnen ihr den
ererbten Besitz.
Als Jean Coudercs geistig zurückgebliebene
Nichte zu seiner Geliebten macht, kommt es zwischen
ihm und seiner eifersüchtigen Brotherrin zu
Spannungen. Die Geschehnisse spitzen sich dramatisch
zu, als Gerüchte über Jeans Herkunft und
Vergangenheit im Dorf durchsickern. Schließlich
kommt es zu einer großen Polizeiaktion, in
deren Verlauf Jean gestellt und bei dem Versuch,
Widerstand zu leisten, erschossen wird.
Pierre Granier-Deferre verfilmte einen der zahllosen
Romane von Georges Simenon, der heute vor 15 Jahren
verstorben ist. Die psychologische Charakterisierung
gesellschaftlicher Außenseiter und die Konfrontation
zweier starker, gegensätzlicher Figuren sind
typische Simenon-Themen, die sich auch in "Die
Katze" (1970) und "Nur ein Hauch von Glück"
(1973) finden - beide ebenfalls inszeniert von Granier-Deferre.
Dem hervorragenden Darstellerpaar Simone Signoret
und Alain Delon gelingt es mit großer Intensität,
die Simenonsche Intention umzusetzen.
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