Die Katze

Französisch-italienischer Spielfilm von 1971
Regie Pierre Granier-Deferre
Drehbuch Annie Cordy, Pascal Jardin und Pierre Granier-Deferre, nach einem Roman von Georges Simenon
Musik Philippe Sarde
Kamera Walter Wottitz
Darsteller Julien Bouin - Jean Gabin
Clémence Bouin - Simone Signoret
Nelly - Annie Cordy
Der Arzt - Jacques Rispal
Die Krankenschwester - Nicole Desailly
Der Pensionär - Harry-Max
Der Abgeordnete - André Rouyer
Der Immobilienmakler - Carlo Nell
Der Architekt - Yves Barsacq und andere

Es ist rund 20 Jahre her, dass die Akrobatin Clémence die Welt des Zirkus aufgab, um den Buchdrucker Julien zu heiraten. Es war die große Liebe. Inzwischen ist Julien sechzig geworden, Clémence fünfzig. Nicht nur das Viertel, in dem sie leben, hat sich in dieser Zeit verändert. So hässlich, wie es um sie herum aussieht, geht es auch in ihrer Ehe zu.

Julien spricht kaum noch mit seiner Frau, er geht seine eigenen Wege. Zärtlich ist er nur zu seiner zugelaufenen Katze. Clémence hasst das Tier dafür, denn sie liebt Julien immer noch, auch wenn es sie Überwindung kostet, ihm das zu sagen. Er jedoch lässt sie fühlen, dass sie ihm nichts mehr bedeutet.

Mitunter geht er zu der jüngeren Nelly. Und die Katze, die pflegt und hätschelt er. Nach einer der üblichen, hässlichen Streitereien erschießt die verzweifelte Clémence das Tier. Julien verlässt daraufhin das Haus und zieht zu Nelly. Es soll der endgültige Bruch sein, aber Julien hält nicht lange durch. Selbst sein Hass bindet ihn irgendwie an Clémence und so kehrt er zu ihr zurück. Sprechen werde er allerdings nie wieder mit ihr, droht er.

"Die Katze", der dritte Beitrag in der vierteiligen Hommage anlässlich des 100. Geburtstags von Jean Gabin (1904 - 1976) im MDR FERNSEHEN, entstand nach einem Roman von Georges Simenon. Wie auch in seinen weltberühmten Kriminalromanen (dessen bekannteste Schöpfung Kommissar Maigret Gabin mehrfach spielte), zeichnet sich "Die Katze" durch eine "detaillierte Skizzierung der Charaktere und des sie umgebenden Milieus" (Cinema Filmlexikon) aus, die von Pierre Granier-Defferes Regie exzellent umgesetzt wurde.
   

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