Tatort "Bienzle und das Doppelspiel"

Kriminalfilm, D von 2000
Regie Hartmut Griesmayr
Drehbuch Felix Huby und Joachim Nelson
Musik Joe Mubare
Kamera Jörg Allgeier
Darsteller Hauptkommissar Ernst Bienzle - Dietz Werner Steck
Kommissar Günter Gächter - Rüdiger Wandel
Hannelore Schmiedinger - Rita Russek
Hans Damm - Günther-Maria Halmer
Christian Hoffmann - Stephan Benson
Charlotte Damm - Franziska Walser
und andere

Als die Journalistin Nina Fischer ermordet aufgefunden wird, gerät der einflussreiche Gewerkschafter Hans Damm in Verdacht. Er hatte die Journalistin noch kurz vor ihrem Tod getroffen und wollte ihre Enthüllungsstory über seine angebliche Bestechlichkeit unterdrücken. Allerdings zu spät. Nina Fischers Verdacht wird öffentlich und sofort setzt der Gewerkschaftsvorstand Hans Damm trotz seiner Verdienste und des laufenden Arbeitskampfes in den Stuttgarter Viktorwerken vor die Tür.

Bienzle traut Damm zunächst den Mord nicht zu, gibt es doch im Umfeld der Journalistin genügend andere, die von ihrem Tod auf die eine oder andere Weise profitieren. Ihr abgelegter Ehemann zum Beispiel, der eine Geschäftsidee nach der anderen in den Sand setzt und Nina Fischers Geld erbt.

Als Bienzle jedoch Hans Damm um seine hart erarbeitete Karriere kämpfen sieht, wachsen Zweifel an der von dem Gewerkschaftsmann verbreiteten Verschwörungstheorie aus dem Arbeitgeberlager. Nicht nur der Gewerkschaftsvorstand, auch die Arbeiter distanzieren sich vehement von Hans Damm.

Nur sein Stellvertreter Christian Hoffmann, den er in der Vergangenheit stark gefördert hat, ist für Damm noch zu sprechen. Damm versucht, mit dessen Hilfe Informationen zu erhalten und seine Position zu retten. Er ist entschlossen, sich nicht an die Wand drängen zu lassen und den Arbeitskampf nicht verloren zu geben.

Bienzle wiederum versucht, die Ermittlungen mit der Arbeit in seiner neuen Wohnung in Einklang zu bringen. Unter Einsatz seiner sämtlichen, durchaus beschränkten Renovierungsfähigkeiten versucht er ein Nest zu bauen, das für ihn allein viel zu groß ist. Für das Atelier einer Illustratorin wie Hannelore allerdings wäre gerade noch Platz genug, wenn sie sich denn entschließen könnte, mit einzuziehen. Aber Hannelore, von Bienzle vor vollendete Tatsachen gestellt, kann ihn nicht einfach über sich bestimmen lassen.

Eine kleine Entscheidungshilfe bietet das Auftauchen von Margret, Damms Sekretärin und Bienzles Freundin aus früheren Tagen, die nur zu gerne den freien Platz am Tapeziertisch übernimmt. Von ihr erfährt Bienzle, dass Hans Damm ein Verhältnis mit Nina Fischer hatte. Als diese Information Damms Ehefrau Charlotte zu Ohren kommt, widerruft sie das Alibi für ihren Mann.
   

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