Die Abenteuer des Pinocchio

Spielfilm Italien 1947
Regie Gianetto Guardone
Drehbuch Giancarlo Fusco, Gianetto Guardone, Paolo Lorenzini, nach dem Roman "Die Abenteuer des Pinocchio" von Carlo Collodi
Musik Alessandro Cicognini
Kamera Carlo Fiore
Darsteller Pinocchio - Alessandro Tomei
Geppetto, Pinocchios "Vater" - Augusto Contardi
Antonio, Meister "Kirsche" - Luigi Pavese
Die gute Fee - Mariella Lotti
Der Fischer - Vittorio Gassman
Schauspieldirektor Feuerfresser - Erminio Spalla
Der Gendarm- Dante Maggio
Der Wirt - Franco Scaruggi
"Kerzendocht", der Junge - Guglielmo Selvaggio
u. a.

Es war einmal ein ganz gewöhnliches Stück Brennholz, das Meister Antonio, Kirsche genannt, entdeckt. Doch es ist gar nicht so gewöhnlich, denn es spricht zu ihm. So schenkt er es schnell Meister Geppetto, der bei ihm vorbeikommt, um nach einem Stück Holz für eine Marionette zu bitten. Der Holzschnitzer beginnt sogleich mit dem Schnitzen der Puppe, die er auf den Namen Pinocchio tauft. Doch zu Geppettos großem Erstaunen beginnt Pinocchio zu sprechen und zu laufen. Fröhlich läuft er auf die Straße und sorgt für Aufruhr, was Geppetto eine Nacht im Gefängnis einbringt und Pinocchio Hunger und verbrannte Füße. Reumütig verspricht er, fleißig zur Schule zu gehen. Geppetto verkauft dafür trotz eisiger Kälte seine einzige Jacke, um ihm eine Fibel zu kaufen. Doch die Ablenkung auf dem Schulweg ist für den neugierigen Wicht zu groß. Pinocchio zieht es ins Marionettentheater von Schauspieldirektor Feuerfresser, dessen Vorführung er durcheinanderbringt. Deshalb will ihn Feuerfresser erst als Brennholz verwenden, schenkt ihm dann aber doch fünf Golddukaten für seinen armen kranken Vater Geppetto.
Freudig macht sich Pinocchio auf den Heimweg, doch Fuchs und Kater, denen er leichtsinnigerweise von seinem Gold erzählt, gelingt es, ihn in einen Gasthof zu locken und ihm die Mär vom Wunderfeld zu erzählen, wo er seine Dukaten vergraben soll, die sich dann von selbst vermehren. Kurze Zeit später versuchen die beiden als Räuber verkleidet, ihn zu bestehlen. Da es ihnen nicht gelingt, hängen sie ihn am Ast einer Eiche auf. Von dort rettet ihn glücklicherweise die "gute Fee" und pflegt ihn gesund. Doch kuriert von seiner Leichtgläubigkeit und Abenteuerlust ist Pinocchio immer noch nicht. Obwohl ihm die Fee verspricht, aus ihm einen "richtigen" Jungen zu machen, kann ihn sein Freund "Kerzendocht" überreden, mit ihm ins Spielzeugland zu gehen. Fünf Monate vergnügen sich die beiden dort, dann wachsen ihnen Eselsohren, bevor sie ganz in Esel verwandelt werden. Pinocchio wird an einen Zirkus verkauft, doch die gute Fee verwandelt ihn zurück. Nun will er endgültig zu seinem Vater zurück, doch vorher landet er noch in einem Walfischbauch, wo er wundersamerweise auch seinen Vater wiedertrifft.

Eine liebenswerte und humorvolle Verfilmung des ebenso erbaulichen wie faszinierenden Kinderbuches von Carlo Collodi (1826 - 1890), das bisher ein Dutzend Mal auf die Kinoleinwand gebannt wurde. Gianni Guardones Version von 1947 ist die dritte Verfilmung.
   

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