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Die Mathematikerin Margit Fließer, Mitte 30,
alleinstehend, zwei Kinder von verschiedenen Männern,
ist eine emanzipierte Frau. Aber glücklich
ist sie nicht. Ihr fehlt der Partner, Liebe und
Zärtlichkeit, aber auch ein Vater für
die Töchter. Sie ist entschlossen, sich den
"dritten" Mann nun selbst auszusuchen,
und die Erfahrungen ihres Lebens bestärken
sie darin. Nach dem Tod der Mutter wurde sie Diakonissenschülerin,
merkte jedoch bald, dass dies nicht ihren Vorstellungen
entspricht. Sie ging an die Arbeiter- und Bauernfakultät;
der Dozent Bachmann wurde ihre erste große
Liebe, aber auch die noch größere Enttäuschung.
Von ihm ist das erste Kind. Dann schenkte sie all
ihre Liebe einem Musiker, der blind ist. Sie heiratete
ihn und bekam das zweite Kind. Doch auch diese Beziehung
scheiterte. Nach Jahren des Alleinseins will sie
nun den Dritten nicht dem Schicksal überlassen.
Kollege Hrdlitschka ist der Auserwählte. Sie
erforscht sein Leben und sein Wesen. Er gefällt
ihr gut und sie will ihn. Doch wie soll sie es ihm
sagen?
"Der Dritte" wurde 1972 in der DDR ein
großer Erfolg und fand international viel
Beachtung. Der Versuch einer Emanzipation in Bezug
auf Gefühl, Liebe und Ehe hat in der mit leisem
Humor erzählten Geschichte nicht zuletzt deshalb
komische Züge, weil die Bemühungen der
klugen jungen Frau in dieser Hinsicht nur mühsam
vom herkömmlichen weiblichen Rollenverhalten
loskommen. Damit zeichnet er zugleich ein differenziertes
Frauenporträt, hervorragend nuancenreich von
Jutta Hoffmann gespielt. Zu ihren Partnern gehört
Armin Mueller-Stahl in der Rolle des blinden Musikers,
ihres zweiten Mannes.
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