Die Braut

Spielfilm von 1999
Regie Egon Günther
Drehbuch Egon Günther
Musik  
Kamera Peter Brand
Darsteller Christiane Vulpius - Veronica Ferres
Johann Wolfgang Goethe - Herbert Knaup
Charlotte von Stein - Sibylle Canonica
Wieland - Friedrich Wilhelm Junge
Meyer - Rüdiger Vogler
Ernestine - Fritzi Haberlandt
Fritz von Stein - August Diehl
Herzog Carl August - Christoph Waltz
Diener - Jörg Schüttauf
u.a.

Ein Brief ihres Bruders veranlasst die in armen Verhältnissen lebende Christiane Vulpius, dem Dichter und Minister Johann Wolfgang von Goethe im Stadtpark zu Weimar aufzulauern. Sie wagt kaum, ihm ins Gesicht zu schauen und läuft davon, als er sie in sein Haus einlädt. Goethe ist fasziniert von der scheuen, aber direkten Art des Mädchens.
Christiane zieht zu Goethe ins Gartenhaus. Sie ist schwanger und hält trotz der Demütigungen, die sie von Goethe selbst und den "Klatschmäulern" der Stadt erfahren muss, an der Liebe zu ihm fest. Es ist für sie nicht leicht, mit einem unehelichen Kind Haltung zu bewahren, aber der kleine August wird zum Mittelpunkt ihres Lebens. Drei weitere Kinder sterben kurz nach der Geburt und in der Stadt munkelt man über böse Flüche, die über der wilden Ehe zu liegen scheinen.

Aber Christiane lässt sich nicht irritieren. Als die Franzosen in Weimar einfallen, verteidigt sie todesmutig ihr Haus und rettet Goethe das Leben, als er von einem Soldaten mit dem Bajonett bedroht wird. Daraufhin heiratet er sie nach 18 Jahren des Zusammenlebens. Dennoch hat Christiane weiterhin unter dem Standesdünkel zu leiden. Goethe ist in seinen Ämtern viel unterwegs, nimmt sie und August aber weder auf Reisen noch zu Empfängen mit. Christiane bleibt die Aufgabe, sich um den Haushalt zu kümmern.

Goethes häufige Reisen und Auslandsaufenthalte führen zu langen Zeiten der Trennung. Von ihm unbemerkt, verschlechtert sich Christianes Gesundheitszustand ständig. Sie erleidet mehrere Schlaganfälle und stirbt schließlich am 16. Juni 1816 unter Qualen, ohne Goethe noch einmal gesehen zu haben. Er sitzt im Nebenzimmer und wagt nicht, dem Tod ins Auge zu blicken.
   

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