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Am 5. Mai des Jahres 1821 erzählt der greise
Fürst und Politiker Talleyrand vor einem kleinen
Kreis begieriger Zuhörer das Leben Napoleons,
von dessen Tod er soeben erfahren hat. Napoleone
Buonaparte, aus dem später Napoleon Bonaparte
wird, wurde am 15. August 1769 als Sohn eines Anwalts
im korsischen Ajaccio geboren. Mit zehn Jahren schickt
ihn sein Vater auf die Militärschule von Brienne.
Er wird als ein verschlossener, mürrischer
und rauflustiger Junge beschrieben. In Brienne soll
er in sein Notizheft geschrieben haben: "St.
Helena - winzige Insel". Eine unbewusste Schicksalsahnung?
Als 16-Jähriger verlässt Napoleon als
Leutnant 2. Ranges die Militärakademie und
kehrt nach Korsika zurück. Dort lernt er seine
jüngeren Geschwister Lucien, Pauline, Jérome
und Caroline kennen. Sie und sein älterer Bruder
Joseph werden später einmal von ihm mit hohen
Titeln und Königreichen belohnt werden. Auf
Josephs Hochzeit lernt Napoleon dessen Schwägerin
Desirée kennen und schwört ihr ewige
Liebe. Dennoch heiratet er später die schöne
Witwe und Mätresse einflussreicher Persönlichkeiten,
Joséphine de Beauharnais. Frankreich braucht
inzwischen einen fähigen Artillerieleutnant
und als Napoleone 1795 einen royalistischen Aufstand
niederschlägt und in Italien siegreich ist,
wird er eine berühmte Persönlichkeit.
Ein Staatsstreich macht den Korsen vier Jahre später
zum Ersten Konsul mit Alleinherrschaft, fünf
Jahre später krönt sich Napoleon zum Kaiser.
Dazwischen liegen erfolgreiche Koalitionskriege
und Schlachten: Luneville, Amiens, Jena, Austerlitz.
In Polen begegnet er der Gräfin Walewska und
verliebt sich. Doch nicht sie ist der Grund seiner
Eheauflösung. Napoleon will eine Dynastie gründen
und dazu braucht er Erben. Da ihm die Joséphine
nicht geben kann, ehelicht er die Habsburgerin Marie-Luise.
Inzwischen beherrscht Napoleon Europa und ist 1806
auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch Europa
beginnt sich zu wehren. Der Kaiser wagt 1812 den
Überfall auf Russland. Diese Entscheidung wird
zum Wendepunkt der napoleonischen Herrschaft ...
Sacha Guitry engagierte für dieses Mammutwerk
die damals (1955) besten Schauspieler Frankreichs
und sparte nicht an Kostümen und Statisten.
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