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Urlaubsstimmung am Schwarzen Meer: Eine Touristengruppe
aus der DDR macht einen Ausflug auf eine einsame
Insel, doch ein Schaden am Motorboot zwingt sie
zum Übernachten. Zum Zeitvertreib spielen sie
ein "Mörderspiel" und plötzlich
ist die "Leiche" wirklich tot. Wer von
ihnen hat die junge Frau auf dem Gewissen?
Eine klassische Krimi-Situation: Eine geschlossene
Gesellschaft auf der Suche nach dem Mörder.
Jeder verdächtigt jeden in der bunt zusammengewürfelten
Truppe, verborgene Spannungen und Krisen kommen
zum Vorschein, menschliche Eigenschaften wie Heuchelei,
Karrierismus oder Neid.
Iris Gusner, eine der wenigen DEFA-Regisseurinnen,
inszenierte mit "Einer muss die Leiche sein"
einen der wenigen DEFA-Krimis. Die durchweg hervorragenden
Schauspieler wie Monika Woytowicz, Karin Gregorek,
Otto Mellies und Helmut Straßburger verleihen
dem Film mit ihrem intensiven Spiel auch heute noch
Spannung und Dynamik.
Bulgarische Schwarzmeerküste: Es soll ein besonderer
Höhepunkt werden - der Ausflug einer DDR-Touristengruppe
auf eine romantische, einsame Insel. Doch als sie
zurückfahren wollen, streikt der Motor des
Bootes. Sie müssen auf der Insel übernachten.
Als Zeitvertreib schlägt der Arzt Dr. Enderlein
ein Spiel vor, bei dem ein Detektiv einen Mörder
suchen muss. Und natürlich muss auch einer
die Leiche sein. Nicht alle finden die Idee sehr
geschmackvoll, aber ehe sie sich zu Tode langweilen
...
Das Los entscheidet und ausgerechnet die attraktive,
lebenslustige Sekretärin Susanne zieht "die
Leiche". Wenig später ist Susanne tatsächlich
tot, abgestürzt vom Steilufer. Aus dem makabren
Spiel ist tödlicher Ernst geworden. Unfall?
Selbstmord? Mord? Die Nerven liegen blank. Jeder
der 12 Touristen, aber auch die bulgarische Dolmetscherin
oder Wassil, der Bootsführer, könnte die
Tat begangen haben. Der Werkleiter Gotthardt und
Dr. Enderlein ernennen sich zu Ermittlern, bis die
bulgarische Miliz eintrifft. Bald haben sie keine
Zweifel mehr: Es war Mord.
Die unheilvolle Situation offenbart nach und nach
die Charaktere der Einzelnen, bringt Ehekrisen zu
Tage, sehr persönliche Probleme, nährt
Gerüchte und Klatsch. Da ist die hysterische
Zahnarztgattin Evelyn Kunack, deren jahrelange Eifersucht
in blinden Hass umschlägt; da ist der homosexuelle
Versicherungsvertreter und Hobbyfotograf Maiendorff,
der in den privaten Beziehungen der anderen schnüffelt;
da ist der Junggeselle Hans Fielitz, der ein Verhältnis
mit Susanne hatte. Aber zwei reifere liebeshungrige
alleinstehende Damen könnten es ebenso gewesen
sein wie der zu Unrecht als Papagallo beschimpfte
Bootsführer. Nach und nach fügt sich das
Puzzle zusammen, keiner kommt ungeschoren davon.
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