Elina

Schwedisch-finnischer Spielfilm von 2002
Regie Klaus Härö
Drehbuch Kjell Sundstedt nach der Novelle von Kerstin Johansson
Musik Tuomas Kantelinen
Kamera Jarkko T. Laine
Darsteller Elina - Natalie Minnevik
Tora Holm - Bibi Andersson
Marta - Marjaana Maijala
Einar Björk - Henrik Rafaelsen
Imre - Tind Soneby
Veikkoo Niemi - Jarl Lindblad
Anton - Peter Rogers
Anna - Carolina Berggren
Kerttu - Amanda Andersson
und andere

In einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Schweden und Finnland, nahe einem weiten Moorgebiet, lebt die neunjährige Elina mit ihrer schwedischen Mutter Marta und der jüngeren Schwester Irma. Der Vater, ein finnischer Einwanderer, ist an Tuberkulose gestorben, und auch Elina musste lange wegen Schwindsucht das Bett hüten. Endlich darf Elina wieder zur Schule gehen. Doch gleich am ersten Tag wird sie von der Direktorin Tora Holm grob zurechtgewiesen: Es ist streng verboten, in der Schule finnisch zu sprechen. Elina findet das Verbot ungerecht, mit ihrem Vater hatte sie immer finnisch gesprochen. Außerdem verstehen einige Kinder noch nicht genug schwedisch, um dem Unterricht folgen zu können. Doch während alle anderen ängstlich gehorchen, stellt Elina sich dem Machtkampf mit der Lehrerin.

Als Fräulein Holm streng eine Entschuldigung verlangt, schweigt Elina. Selbst als sie aus der Schulkantine verwiesen wird, gibt sie nicht nach. Lieber hungert sie den ganzen Tag. Elinas Mutter ahnt nichts von alledem, bis der junge Lehrer Einar ins Dorf kommt. Aber weder der Zorn ihrer Mutter noch Einars Mitgefühl können Elina zum Einlenken bewegen. Wie so oft flüchtet sie sich ins Moor. Hier fühlt sie sich ihrem toten Vater nahe, er hatte ihr die sicheren Wege gezeigt, die sonst kaum jemand kennt. Doch diesmal ist sie viel zu aufgeregt, um darauf zu achten, wohin sie tritt. Als sie merkt, dass sie in die falsche Richtung läuft, ist es zu spät - schnell sinkt sie bis zu den Knien ein.
Die Geschichte um Elina stattete der Regisseur Klaus Härö mit atmosphärisch dichten Bildern aus. Das Mädchen trauert sehr um den verstorbenen Vater, sucht das Gespräch mit ihm in der Weite der schwedischen Moorlandschaft, die die Kamera mit ruhigen Fahrten einfängt. Ihre innere Verlorenheit wird musikalisch unterstrichen. Elina zählt zu den außergewöhnlichen Menschen, die Kraft entwickeln, ihre Probleme zu meistern, und dadurch andere ermutigen. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin erhielt die Literaturverfilmung (nach dem Buch von Kerstin Johansson i Backe) den Gläsernen Bären. Weitere Auszeichnungen bekam der Film bei Filmfestivals in Valencia, Toronto, Montreal, Poznan und Kairo.
   

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