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In einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Schweden
und Finnland, nahe einem weiten Moorgebiet, lebt
die neunjährige Elina mit ihrer schwedischen
Mutter Marta und der jüngeren Schwester Irma.
Der Vater, ein finnischer Einwanderer, ist an Tuberkulose
gestorben, und auch Elina musste lange wegen Schwindsucht
das Bett hüten. Endlich darf Elina wieder zur
Schule gehen. Doch gleich am ersten Tag wird sie
von der Direktorin Tora Holm grob zurechtgewiesen:
Es ist streng verboten, in der Schule finnisch zu
sprechen. Elina findet das Verbot ungerecht, mit
ihrem Vater hatte sie immer finnisch gesprochen.
Außerdem verstehen einige Kinder noch nicht
genug schwedisch, um dem Unterricht folgen zu können.
Doch während alle anderen ängstlich gehorchen,
stellt Elina sich dem Machtkampf mit der Lehrerin.
Als Fräulein Holm streng eine Entschuldigung
verlangt, schweigt Elina. Selbst als sie aus der
Schulkantine verwiesen wird, gibt sie nicht nach.
Lieber hungert sie den ganzen Tag. Elinas Mutter
ahnt nichts von alledem, bis der junge Lehrer Einar
ins Dorf kommt. Aber weder der Zorn ihrer Mutter
noch Einars Mitgefühl können Elina zum
Einlenken bewegen. Wie so oft flüchtet sie
sich ins Moor. Hier fühlt sie sich ihrem toten
Vater nahe, er hatte ihr die sicheren Wege gezeigt,
die sonst kaum jemand kennt. Doch diesmal ist sie
viel zu aufgeregt, um darauf zu achten, wohin sie
tritt. Als sie merkt, dass sie in die falsche Richtung
läuft, ist es zu spät - schnell sinkt
sie bis zu den Knien ein.
Die Geschichte um Elina stattete der Regisseur Klaus
Härö mit atmosphärisch dichten Bildern
aus. Das Mädchen trauert sehr um den verstorbenen
Vater, sucht das Gespräch mit ihm in der Weite
der schwedischen Moorlandschaft, die die Kamera
mit ruhigen Fahrten einfängt. Ihre innere Verlorenheit
wird musikalisch unterstrichen. Elina zählt
zu den außergewöhnlichen Menschen, die
Kraft entwickeln, ihre Probleme zu meistern, und
dadurch andere ermutigen. Bei den Internationalen
Filmfestspielen in Berlin erhielt die Literaturverfilmung
(nach dem Buch von Kerstin Johansson i Backe) den
Gläsernen Bären. Weitere Auszeichnungen
bekam der Film bei Filmfestivals in Valencia, Toronto,
Montreal, Poznan und Kairo.
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