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Klara Euler hatte als junges Mädchen in den
Bombennächten 1945 in Dresden Martha Curth
das Leben gerettet. Da sie ihre Angehörigen
verloren hatte, lebt sie seitdem in der Familie
der Curths. Aufopfernd kümmert sie sich später
um die verwitwete Martha und deren Sohn Wolfgang,
besorgt ihnen den Haushalt und bringt sich damit
um ihr eigenes Leben. Dank hat sie von Martha dafür
nicht erhalten.
So wie sich die mütterlich gutmütige Klara
selbstlos für andere aufopfert, rafft die kühl
berechnende Martha alles zusammen, was sie bekommen
kann. Erfolgreich als Geschäftsfrau und unnachgiebig
als Geldverleiherin verachtet sie die, die nichts
erreicht haben. Alles was für sie zählt,
ist Geld. Doch trotz aller Gegensätzlichkeit
scheinen die beiden Frauen wie aneinandergekettet,
verbringen sie ihr Leben gemeinsam. Die eine herrschend,
die andere dienend. Der unterschwellige Konflikt
bricht auf und führt zur Katastrophe, als Klara
Martha um einen Gefallen bittet, den diese ihr verweigert.
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