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Die Gruppe ABBA tourt durch ganz Australien, einer
der größten Erfolge ihrer an Höhepunkten
reichen Karriere. Ihre Popularität war gigantisch,
die Massen strömten in die Konzerte, die sie
in Sydney, Melbourne, Perth und Adelaide gaben.
Der Reporter und Radio-Diskjockey Ashley Wallace
wird von seinem Redaktionschef beauftragt, d a s
erhellende, ultimative Interview den anderen "Fab
Four" (die "anderen", das waren die
Beatles) zu entlocken. Dieser Auftrag erweist sich
als nervenaufreibend und führt zu einer turbulenten
Verfolgungsjagd durch halb Australien, ohne dass
die ABBA-Stars Ashley überhaupt bemerken -
Gelegenheit genug, die ABBA's auf der Bühne
mit immerhin 21 ihrer Hits zu präsentieren.
Immer wieder verhindern kuriose und unglückliche
Zwischenfälle das mögliche Interview,
immer wieder muss er seinen ungeduldigen und ob
der Misserfolge wütenden Chef vertrösten.
Und wenn der Zufall ihm kein Bein stellt, dann ist
garantiert der Bodyguard der ABBA's zur Stelle,
um ihn zu vertreiben. Doch dann geschieht das Wunder:
Ashley stößt völlig unverhofft und
unspektakulär in einem Hotel-Aufzug auf die
Gruppe, die ihm endlich ein ausführliches Exklusiv-Interview
gibt.
In seiner kultigen Mischung aus Musik- und Spielfilm
verknüpfte Lasse Hallström geschickt die
umjubelten Konzertauftritte mit der Spielfilmhandlung
- einer langen, aber kurzweiligen, hindernisreichen
Verfolgungsjagd quer durch den Fünften Kontinent.
Über 20 der großen ABBA-Hits werden im
schrägen Glitzerlook und auf aberwitzigen Plateausohlen
dargeboten, so die Welterfolge "Mamma Mia",
"Dancing Queen", "Waterloo",
"S.O.S.", "Fernando", "Eagle",
"Tiger", "Money, Money", "Ring
Ring", "Rock Me" und "The Name
of the Game".
1972 wurde die Band ABBA - Agnetha Fältskog
(Gesang), Benny Andersson (Keyboard), Björn
Ulvaeus (Gitarre, Gesang) und Anni-Frid Lyngstad
(Gesang) - gegründet, 1974 gewann das Stockholmer
Quartett den "Grand Prix d'Eurovision"
mit "Waterloo", acht Jahre später
löste sich die Gruppe auf. Die Fachwelt glaubte
an ein baldiges Verblassen ihres Ruhms. Doch es
kam anders. 1992 kam das Album "ABBA Gold"
heraus und kletterte in etlichen Ländern an
die Spitze der Charts. Bis heute ist es ein Bestseller.
Der Mythos der Gruppe ist lebendiger denn je und
erobert mit ihren alten Hits auch neue Generationen.
Im März 1999 feierte ein neues Musical über
ABBA - "Mamma Mia!" - im Londoner Westend
Premiere. Für diese Show wurden bereits im
Vorverkauf 1,5 Millionen Tickets abgesetzt.
Der Auftritt des englischen "Mamma-Mia"-Ensembles
Ende November 2002 in Hamburg, am Welt-AIDS-Tag,
wurde von den Fans gestürmt. Das amerikanisch-britische
Kinomusical "Mamma Mia!" (2008) mit einer
Meryl Streep, die sich einmal mehr als grandiose
Sängerin beweist, war der Renner an der Kinokasse
2008. Im Herbst etablierte sich "Mamma Mia!"
als der erfolgreichste Film in den deutschen Kinos
mit über vier Millionen Zuschauern. In Großbritannien
macht der Film Jagd auf den Rekord von "Titanic"
als erfolgreichster Film aller Zeiten (Einspielergebnis
rund 87 Millionen Euro) und hat inzwischen mit fast
84 Millionen Euro den bis dahin führenden "Harry
Potter und der Stein der Weisen" abgelöst.
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