Das Schlafzimmerfenster

Spielfilm aus den USA von 1987
Regie Curtis Hanson
Drehbuch Curtis Hanson, nach dem Roman "The Witnesses" von Anne Holden
Musik Michael Shrieve und Patrick Gleeson
Kamera Gil Taylor
Darsteller Terry Lambert - Steve Guttenberg
Denise - Elizabeth McGovern
Sylvia Wentworth - Isabelle Huppert
Collin Wentworth - Paul Shenar
Detective Quirke - Carl Lumbly
Anwalt von Henderson - Wallace Shawn
Detective Jessup - Frederick Coffin
Chris Henderson - Brad Greenquist
Staatsanwalt Peters - Robert Schenkkan
Mann in Telefonzelle - Mark Margolis
u. a.

Terry Lambert, ein sympathischer, erfolgreicher Architekt, und Sylvia Wentworth, die attraktive Frau seines Chefs, finden sich nach einer Firmenfeier in Terrys Wohnung wieder. Nach einem heißen Schäferstündchen - Terry hat für einen Moment das Schlafzimmer verlassen - hört Sylvia Schreie vor dem Haus. Sie tritt ans Fenster und wird Augenzeugin, wie ein Mann versucht, eine Frau umzubringen. Sie kann das Fenster nicht öffnen, doch der Täter wird auf sie aufmerksam, sieht sie und lässt von der Frau ab. Als sie am nächsten Tag in der Zeitung lesen, dass in der Nähe von Terrys Wohnung eine Frau umgebracht wurde, beschließen sie, dass Terry zur Polizei gehen und an Sylvias Stelle erzählen soll, was sie gesehen hat. Sylvia möchte unerwähnt bleiben.

Natürlich geht der Plan nicht auf. Terry verwickelt sich in Widersprüche. Auch bei der Gegenüberstellung mit möglichen Tätern, zu denen Chris Henderson, der wirkliche Mörder, gehört, hat er keinen Schimmer. Denise, die junge Frau, die dem Mörder dank Sylvia entkam, kann ihn belasten. Es kommt zur Gerichtsverhandlung - und Terry versagt aufs Neue. Henderson verlässt das Gericht als freier Mann, hat aber Sylvia im Zuschauerraum entdeckt. Und auch Denise reimt sich die wirkliche Geschichte zusammen.

Da er nun selbst zunehmend unter Mordverdacht gerät, beschwört Terry Sylvia doch noch auszusagen. Aber die lässt ihn eiskalt abblitzen - und wird wenig später von Henderson getötet. Terry flieht zu Denise, die ihm vertraut und den Mörder unbedingt dingfest machen will. Dafür entwickelt sie einen gefährlichen Plan, in dem sie selbst den Lockvogel spielt: Mit Perücke und in aufreizendem Outfit folgt sie Henderson in eine Bar und macht ihn auf sich aufmerksam. Terry soll die Aktion aus der Ferne verfolgen und im richtigen Moment die Polizei benachrichtigen. Ein Spiel auf Leben und Tod, denn nicht alles läuft nach Plan ...

Ein stimmiger, auf äußerste Spannung ausgerichteter Thriller in Hitchock'scher Suspense-Tradition: Er spielt geschickt mit den Erwartungen des Zuschauers, schickt ihn auf die falsche Fährte, um ihn völlig unerwartet zu überrumpeln. Und wie auch bei Hitchcock üblich, ist der Held ein Durchschnittsbürger, der zufällig in einen Strudel von Gewalt und Verbrechen gerät. In Steve Guttenberg fand Regisseur Curtis Hanson eine ideale Besetzung für den "Jedermann", an seiner Seite ebenso überzeugend Isabelle Huppert als egozentrische Geliebte und Elizabeth McGovern als handfeste Verbündete. Inszeniert wurde der Krimi nach dem Roman "The Witnesses" von Anne Holden.
   

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