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Als nachts zwei Herren in unverkennbarer Aufmachung
einen Expresszug stoppen, gibt es für die Schaffner
keinen Zweifel: Meisterdetektiv Sherlock Holmes
und sein Adlatus Dr. Watson sind wieder in Aktion.
Auch der Polizeipräsident von Paris nimmt nur
zu gern ihre Dienste in Anspruch, als bei der Weltausstellung
vier angebliche Mauritius-Briefmarken als Fälschungen
erkannt werden. Die Herren nehmen sich des Falls
souverän an und sorgen dabei für einige
Überraschungen.
Der österreichische Regisseur Karl Hartl (1899
- 1978), in den Dreißigerjahren durch Abenteuerfilme
mit Luis Trenker bekannt geworden, hatte im Genre
des Unterhaltungsfilms schon erfolgreiche Streifen
mit Willi Forst, Gustaf Gründgens, Willy Birgel
u.a. aufzuweisen, als es ihm 1937 gelang, zwei der
beliebtesten deutschen Schauspieler für diese
köstliche Persiflage vor die Kamera zu holen.
Albers und Rühmann hatten 1931 in "Bomben
auf Monte Carlo" ihren ersten gemeinsamen Kinoerfolg,
den sie 1954 im dritten Anlauf in Liebeneiners "Auf
der Reeperbahn nachts um halb eins" allerdings
nicht wiederholen konnten. In den Paraderollen als
Sherlock Holmes und Dr. Watson aber übertrafen
die beiden Komiker alle Erwartungen. Vor allem ihre
Mitwirkung machte diese Ufa-Produktion zu einem
Stück unbeschwerter Unterhaltung.
Aber auch die Idee, den ansonsten seriösen
Paul Bildt für die Rolle des Sir Conan Doyle
zu engagieren, der seine beiden "Schöpfungen",
die berühmtesten Detektive der englischen Kriminalgeschichte,
ironisch begleiten darf, ist höchst amüsant
umgesetzt.
Der erfahrene Regisseur und Drehbuchautor R. A.
Stemmle war Garant witziger Dialoge und einer turbulenten
Handlung. Auch der bekannte, noch heute oft gespielte
und von dem berühmten Duo interpretierte Ohrwurm
"Jawohl, meine Herr'n" hat viel zum überragenden
Erfolg dieser spannungsvollen Kriminalfilmparodie
mit schauspielerischen Kabinettstückchen beigetragen.
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