Rot ist die Liebe

Spielfilm BRD 1956
Regie Karl Hartl
Drehbuch Karl Hartl, nach dem Roman "Das zweite Gesicht" von Hermann Löns
Musik Ulrich Sommerlatte
Kamera Oscar Schnirch
Darsteller Rosemarie von der Flühe - Cornell Borchers
Hermann Löns - Dieter Borsche
Lisa Löns - Barbara Rütting
Annemieken - Susanne Cramer
Frau Dröge - Renate Mannhardt
Heidekarl - Günther Lüders
Prinz Niko - Thomas Reiner
Tante des Prinzen - Thea Thiele
Jagdpächter Möhrmann - Wolfgang Forester
Luise, Haushälterin bei Löns - Margarethe Andersen
und andere

Der Dichter Hermann Löns wird 40. An seinem Geburtstag erscheint unerwartet seine Jugendliebe Rosemarie von der Flühe zu Besuch, eine Cousine seiner Frau Lisa. Rosemarie und Hermann streifen Tag für Tag durch die Lüneburger Heide. Dabei flammt ihre alte Liebe wieder auf. Hermann kommt in Gewissensnot und bittet Rosemarie abzureisen. Doch er wird mit dieser Entscheidung nicht glücklich. Zwar kann er seinen Kummer in schwermütigen Gedichten verarbeiten, die ihm einigen Erfolg bringen, doch sein Leben wird fortan von Melancholie und allzu häufigen Trinkgelagen bestimmt. Als Hermann erfährt, dass Rosemarie sich mit seinem Jagdfreund Prinz Niko verlobt hat, will er sich von Lisa trennen und bittet Rosemarie, seine Frau zu werden. Doch Rosemarie erklärt ihm, dass es zu spät sei. Mühselig habe sie ihren Frieden gefunden, den sie fortan nicht mehr aufs Spiel setzen möchte. Hermann zieht sich darauf verbittert ins Moor zurück. Nach tagelanger Suche wird er halb erfroren in einem Boot gefunden. Er hat sich eine Lungenentzündung zugezogen, von der er sich nach wochenlanger Bettruhe nur langsam erholt. Als er gerade wieder auf den Beinen ist, ergeht der Befehl zur allgemeinen Mobilmachung. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs gibt Hermanns Leben eine neue Wendung.

Mit Dieter Borsche, Cornell Borchers, Barbara Rütting, Günther Lüders und anderen beliebten Schauspielern der 1950er-Jahre hochkarätig besetzt, ist "Rot ist die Liebe" ein stimmungsvolles Melodram über das Leben des Dichters Hermann Löns (1866-1914). Nach Löns autobiografischem Roman "Das zweite Gesicht" drehte der Wiener Regisseur Karl Hartl (1899-1978), bekannt geworden mit Musik- und Heimatfilmen, den Streifen in der Lüneburger Heide.
   

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