Velvet Goldmine

Spielfilm aus Großbritannien und den USA von 1998
Regie Todd Haynes
Drehbuch Todd Haynes, nach einer Story von Todd Haynes und James Lyons
Musik Carter Burwell
Kamera Maryse Alberti
Darsteller Brian Slade - Jonathan Rhys-Meyers
Curt Wild - Ian McGregor
Mandy Slade - Toni Collette
Arthur Stuart - Christian Bale
Jerry Divine - Eddie Izzard
Shannon - Emily Woof
Cecil - Michael Feast
Hausmädchen der Wildes - Maraid McKinley
Oscar Wilde (8 Jahre) - Luke Morgan Oliver
und andere

Der Journalist Arthur Stuart soll einen Artikel über den Popstar Brian Slade schreiben, der Anfang der 70er unter mysteriösen Umständen seine Karriere beendet hatte. Die Recherche wird für Stuart zur Reise in eine vergangene Ära: ein Zeit des sexuellen und politischen Aufbruchs, in der "Camp" nicht nur das Wort für "Zeltlager" war ...
Nach seiner Uraufführung in Cannes stieß der Film des eigenwilligen Außenseiters Todd Haynes ("Poison") zunächst auf Unverständnis: Seine historisch keineswegs korrekten Anspielungen auf Persönlichkeiten wie David Bowie oder Iggy Pop wirkten irritierend.

Inzwischen aber hat "Velvet Goldmine" eine Kultgemeinde um sich versammelt. Der Film funktioniert tatsächlich nicht nur als perfekt produziertes Spektakel mit einfallsreichen, exaltierten, liebevoll gestylten Musiknummern - jede für sich ein "show stopper" -, sondern auch als große schwule Liebesgeschichte und als melancholischer Abgesang auf subkulturelle Traditionen.

Inmitten eines glänzend aufgelegten Ensembles - darunter Christian Bale ("American Psycho"), Toni Collette ("Muriels Wedding") und Jonathan Rhys Davis - beherrscht Ewan McGregor mühelos die Bühne: seine wahrhaft exhibitionistischen Auftritte in Iggy Pop-Manier brachten ihm eine Oscar-Nominierung ein (und legen eine zweite Karriere als Rockstar nahe).
   

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