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Der Journalist Arthur Stuart soll einen Artikel
über den Popstar Brian Slade schreiben, der
Anfang der 70er unter mysteriösen Umständen
seine Karriere beendet hatte. Die Recherche wird
für Stuart zur Reise in eine vergangene Ära:
ein Zeit des sexuellen und politischen Aufbruchs,
in der "Camp" nicht nur das Wort für
"Zeltlager" war ...
Nach seiner Uraufführung in Cannes stieß
der Film des eigenwilligen Außenseiters Todd
Haynes ("Poison") zunächst auf Unverständnis:
Seine historisch keineswegs korrekten Anspielungen
auf Persönlichkeiten wie David Bowie oder Iggy
Pop wirkten irritierend.
Inzwischen aber hat "Velvet Goldmine"
eine Kultgemeinde um sich versammelt. Der Film funktioniert
tatsächlich nicht nur als perfekt produziertes
Spektakel mit einfallsreichen, exaltierten, liebevoll
gestylten Musiknummern - jede für sich ein
"show stopper" -, sondern auch als große
schwule Liebesgeschichte und als melancholischer
Abgesang auf subkulturelle Traditionen.
Inmitten eines glänzend aufgelegten Ensembles
- darunter Christian Bale ("American Psycho"),
Toni Collette ("Muriels Wedding") und
Jonathan Rhys Davis - beherrscht Ewan McGregor mühelos
die Bühne: seine wahrhaft exhibitionistischen
Auftritte in Iggy Pop-Manier brachten ihm eine Oscar-Nominierung
ein (und legen eine zweite Karriere als Rockstar
nahe).
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