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"Der Kahn der fröhlichen Leute" wird
von der ebenso charmanten wie energischen Marianne
Butenschön gesteuert. Nachdem ihr Vater starb,
musste das unmündige Mädchen mit Behörden
und Schiffern einen harten Kampf durchstehen, denn
sie hatte keine Papiere. Man wollte sie zum Verkaufen
der "Eintracht" zwingen, doch mithilfe
ihres Vormundes und Onkels August Klette gelingt
es ihr, das Schiff zu behalten. Als Maschinisten
heuern sie den flotten Michel an. Er liebt Marianne,
doch schon am ersten Ankerplatz geraten beide in
heftigen Streit und Michel verlässt den Kahn.
Zum Glück kommen drei Musiker des Wegs, die
gern in die nächste Stadt mitgenommen werden
wollen. Und da einer von ihnen - Hans - auch noch
vorgibt, Motorenschlosser zu sein, scheint alles
zu passen. Doch die Elbfahrt Richtung Hamburg endet
zunächst auf einer Sandbank.
Von dort befreit sie der Frachtkahn "Sturmvogel",
wo Michel inzwischen angeheuert hat. Doch Michel
ist immer noch sauer auf Marianne und die drei Musiker
an Bord lassen seine Eifersucht erneut entflammen.
Ein schwungvoller Unterhaltungsfilm, der zu den
erfolgreichsten DEFA-Filmen der Fünfzigerjahre
gehörte. Der frühere Cutter Hans Heinrich
gab mit dieser humorvollen, situationskomischen
Geschichte sein Regiedebüt.
Heinrich, wie die meisten Babelsberger Regisseure
jener Zeit in Westberlin lebend, machte bei seinem
zweiten DEFA-Film "Die letzte Heuer" reichlich
unangenehme Erfahrungen: Vermutlich aufgrund einer
Intrige wird er während der Dreharbeiten unter
dem Vorwurf der Spionagetätigkeit festgenommen,
wenig später wieder freigelassen.
1956 lässt er sich noch zu einem weiteren DEFA-Film
überreden. Später arbeitete er viel für
das bundesdeutsche Fernsehen, u.a. die Endlos-Serie
"Drei Damen vom Grill".
Neben der herzerfrischenden Regie sorgte auch der
Komponist Horst Hanns Sieber mit seinen beschwingten
Melodien für den Kassenerfolg des Films. Seine
Schlager wie "... komm wir spielen Nr. 13 in
der Liebeslotterie" wurden zu Ohrwürmern
jener Zeit.
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