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Kann man die Liebe analysieren? Alle Probleme auf
der Couch lösen? Oder geht das Leben vielleicht
doch seine eigenen, unberechenbaren Wege? Woody
Allen und Robert Altman lassen grüßen,
wenn das versierte Autorenteam Föhr/Letocha
("In aller Freundschaft", "Küstenwache")
in "Therapie und Praxis" das Psychobusiness
ironisch beleuchtet. In Widerspruch zu seiner eigenen
Therapie gerät hier der "postmoderne"
Mann Thomas Heinze, der sich durch Filme wie "Allein
unter Frauen" und "Frauen sind was Wunderbares"
als Macho mit Charme empfohlen hat.
Für den Gesprächstherapeuten Roland Arnsberg
(Thomas Heinze) scheint alles bestens zu laufen.
Der Beruf ist seine Leidenschaft, gerade hat er
eine eigene Praxis in München eröffnet,
und mit der hübschen, sanften Kollegin Chris
(Ann-Kathrin Kramer) führt er seit sechs Jahren
die "ideale Beziehung". Doch Chris ist
da offenbar anderer Meinung. Als sie ihm eröffnet,
dass sie gerne einmal eine Beziehungspause einlegen
möchte und einen anderen Mann kennen gelernt
hat, stürzt Roland, der sich auf seine Kenntnis
der menschlichen Psyche einiges eingebildet hatte,
in die schwerste Krise seines Lebens.
Sogar der Gedanke an Selbstmord liegt nicht mehr
fern. Aber da führt ihn ein merkwürdiger
Zufall mit der schönen, weltgewandten Regine
(Nina Kronjäger) zusammen. Sie steckt ebenfalls
in Beziehungsnöten. Ihre Ehe ist, vor allem
in erotischer Hinsicht, an einem Tiefpunkt angelangt.
So trösten sich die beiden miteinander, gehen
ins Konzert, haben leidenschaftlichen Sex. Bis Roland
aufgeht, dass Regines Mann kein anderer als der
Anwalt Bernhard Meier (Herbert Knaup) ist, sein
bester "Kunde". Die Affäre mit der
Frau eines Patienten könnte den jungen Therapeuten
jedoch die Zulassung kosten. Aber statt das Verhältnis
zu beenden, nutzt Roland seine intime Kenntnis der
Meier'schen Eheprobleme, um Regine für sich
zu gewinnen - eine Katastrophe bahnt sich an. Gefangen
in einem riskanten Doppelspiel, sucht Roland immer
öfter bei Chris Trost, die mit ihrem "Neuen",
dem besitzergreifenden Softie Martin (Thomas B.
Martin), auch nicht ganz glücklich zu sein
scheint ...
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