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Ferdinand von Walter, der Sohn des Präsidenten
von Walter, liebt Luise, die Tochter des Stadtmusikanten
Miller. Doch diese Liebe ist nicht "standesgemäß"
und steht in jeder Hinsicht den hochfliegenden Plänen
des Präsidenten im Wege. Aus Gründen der
Etikette will gerade der Herzog seine Mätresse
Lady Milford verheiraten. Deshalb bietet ihm von
Walter seinen Sohn Ferdinand an. Für sich selbst
erhofft er sich dadurch weit größeren
Einfluss bei Hofe. Aber Ferdinand sträubt sich.
Er liebt Luise zu sehr, um eine erzwungene Heirat
mit der Lady auch nur zu erwägen. Des Präsidenten
rechte Hand, der Schreiber Wurm, gleichfalls in
Luise verliebt, ersinnt mit seinem Herrn eine Intrige.
Luises Eltern werden verhaftet und das Mädchen
gezwungen, einen falschen Liebesbrief zu schreiben.
Diesen spielen sie geschickt Ferdinand in die Hände.
Enttäuscht und aus verletztem Stolz beschließt
er ihrer beider Tod ...
Erst 24 Jahre alt war Friedrich Schiller, als er
sein "bürgerliches Trauerspiel",
heute ein Meisterwerk deutscher Klassik, schrieb.
Er schildert darin nicht nur das individuelle Drama
von Luise und Ferdinand, deren Liebe an der patriarchalen
Enge der bürgerlichen Familie scheitert, sondern
prangert zugleich das korrupte Feudalsystem und
die gängige Praxis seines Landesfürsten
an, der für seine opulente Hofhaltung seine
Landeskinder als Soldaten nach Amerika verkauft.
Regisseur Martin Hellberg gelang eine bemerkenswerte
filmische Umsetzung mit einem exzellenten Darstellerensemble.
Der 250. Geburtstag (*10.11.1759) Friedrich Schillers
(den Adelstitel erhielt er erst im Alter von 43
Jahren) ist Anlass genug, sein schönstes Jugendwerk
im MDR FERNSEHEN auszustrahlen.
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