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Nord-Cornwall um 1880. Die 14-jährige Mally
lebt allein mit ihrem gebrechlichen, von der Gicht
geplagten Großvater Malachi am Rande eines
englischen Fischerdorfes. Ihre Eltern starben in
der Brandung an den abschüssigen Felsklippen,
keiner aus dem Dorf eilte ihnen zu Hilfe, als Mally
darum bat. Tagein tagaus fischt Mally Seetang aus
dem Meer, der als Düngemittel auf den Feldern
Verwendung findet. Es ist die einzige Einnahmequelle
für sie und ihren Großvater. Im Dorf
wird sie von den meisten geschnitten oder gehänselt.
Tapfer und nicht auf den Mund gefallen, versucht
Mally, ihre Würde zu bewahren. Einer setzt
ihr besonders zu - es ist der Junge Barty, der in
Mallys Bucht ebenfalls nach Seetang fischt und so
ihre "Ernte" schmälert. Zwischen
beiden herrscht ein erbitterter Kleinkrieg. Als
Barty eines Tages wieder in der Bucht auftaucht,
fischt er entgegen Mallys Warnung an einer besonders
abschüssigen Stelle - ebenda, wo ihre Eltern
umkamen. Barty rutscht ab und stürzt in die
Brandung. Unter Einsatz aller ihrer Kräfte
kann Mally den verletzten Jungen aus dem Meer retten,
vom Felsen tragen kann sie ihn aber nicht. Als das
Mädchen zu Bartys Eltern läuft, um Hilfe
zu holen, verdächtigt sie Bartys Mutter sogleich
des versuchten Mordes an ihrem Sohn. Als Barty später
erklärt, dass Mally ihn gerettet hat, versprüht
Mrs. Gunliffe weiter ihr Gift gegen das Mädchen.
Doch Barty hält zu seiner neuen Freundin, und
die einsame Mally ist überglücklich.
Das stimmungsvoll inszenierte Familiendrama zeichnet
ein realistisches Bild des alltäglichen Überlebenskampfes
im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der
betont unspektakulär inszenierte Film beeindruckt
durch seine poetische Sichtweise und seine optisch
reizvoll in Szene gesetzte Naturkulisse. "Mallys
Bucht" entstand nach einer Kurzgeschichte von
Anthony Trollope.
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