Mallys Bucht

Spielfilm aus Großbritannien von 1973
Regie Henry Herbert
Drehbuch Henry Herbert, nach einer Story von Anthony Trollope
Musik Brian Gascoigne
Kamera Walter Lassaly
Darsteller Malachi - Donald Pleasence
Barty Gunliffe - Dai Bradley
Mally Trenglos - Veronica Quilligan
Mr. Gunliffe - Peter Vaughan
Jack Combes - Arthur English
Reverend Polwarth - John Barrett
Mrs. Gunliffe - Lillias Walker
Dr. Petherick - Alan Hockey
Juliet Trenglos - Meg Wynn Owen
Mr. Eliot - George Malpas
und andere

Nord-Cornwall um 1880. Die 14-jährige Mally lebt allein mit ihrem gebrechlichen, von der Gicht geplagten Großvater Malachi am Rande eines englischen Fischerdorfes. Ihre Eltern starben in der Brandung an den abschüssigen Felsklippen, keiner aus dem Dorf eilte ihnen zu Hilfe, als Mally darum bat. Tagein tagaus fischt Mally Seetang aus dem Meer, der als Düngemittel auf den Feldern Verwendung findet. Es ist die einzige Einnahmequelle für sie und ihren Großvater. Im Dorf wird sie von den meisten geschnitten oder gehänselt. Tapfer und nicht auf den Mund gefallen, versucht Mally, ihre Würde zu bewahren. Einer setzt ihr besonders zu - es ist der Junge Barty, der in Mallys Bucht ebenfalls nach Seetang fischt und so ihre "Ernte" schmälert. Zwischen beiden herrscht ein erbitterter Kleinkrieg. Als Barty eines Tages wieder in der Bucht auftaucht, fischt er entgegen Mallys Warnung an einer besonders abschüssigen Stelle - ebenda, wo ihre Eltern umkamen. Barty rutscht ab und stürzt in die Brandung. Unter Einsatz aller ihrer Kräfte kann Mally den verletzten Jungen aus dem Meer retten, vom Felsen tragen kann sie ihn aber nicht. Als das Mädchen zu Bartys Eltern läuft, um Hilfe zu holen, verdächtigt sie Bartys Mutter sogleich des versuchten Mordes an ihrem Sohn. Als Barty später erklärt, dass Mally ihn gerettet hat, versprüht Mrs. Gunliffe weiter ihr Gift gegen das Mädchen. Doch Barty hält zu seiner neuen Freundin, und die einsame Mally ist überglücklich.

Das stimmungsvoll inszenierte Familiendrama zeichnet ein realistisches Bild des alltäglichen Überlebenskampfes im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der betont unspektakulär inszenierte Film beeindruckt durch seine poetische Sichtweise und seine optisch reizvoll in Szene gesetzte Naturkulisse. "Mallys Bucht" entstand nach einer Kurzgeschichte von Anthony Trollope.
   

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