Zeit der Anpassung

Spielfilm aus den USA von 1962
Regie George Roy Hill
Drehbuch Isobel Lennart, nach dem gleichnamigen Stück von Tennessee Williams
Musik Lyn Murray
Kamera Paul C. Vogel
Darsteller Ralph Baitz - Tony Franciosa
Isabel Haverstick - Jane Fonda
George Haverstick - Jim Hutton
Dorothea Baitz - Lois Nettleton
Stewart P. McGill - John McGiver
Alice McGill - Mabel Albertson
und andere

Die hübsche Isabel arbeitet als Lernschwester in einem Krankenhaus von St. Louis. Als sie dort während einer Nachtwache George kennenlernt, ist es bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Sie heiraten Hals über Kopf und wollen ihre Flitterwochen in Miami verbringen. Beim Start zur Hochzeitsreise ist Isabel entsetzt, was für ein Auto George dafür gekauft hat. Seine Mitteilung, dass er bei seinem Arbeitgeber gekündigt hat, ohne mit ihr darüber zu sprechen, stimmt sie nicht heiterer. Das Hochzeitsmahl in einer Raststätte für Fernfahrer gibt Isabel den Rest. So fährt das frisch gebackene Paar ziemlich zerstritten bei Georges Freund Ralph vor, den sie auf der Fahrt nach Florida besuchen wollen. Dort setzt George seine junge Frau kurzerhand ab und fährt weiter. Ralph, schon einige Zeit verheiratet, hat momentan auch Krach mit seiner Frau und seinen reichen Schwiegereltern. Ausgerechnet zu Weihnachten lässt ihn seine Frau allein, weil sie aus seinem Verhalten zu entnehmen glaubt, dass er sie nicht mehr liebt. So hat Ralph zwar Zeit, sich zunächst Isabel zu widmen und später auch dem zurückgekehrten George, aber er fühlt sich dabei nicht ganz wohl in seiner Haut. Auch wenn ihm vieles an seiner Ehe nicht passt, hängt er doch an seiner Frau. Es wird eine aufregende Nacht für die zerstrittenen jungen Leute ...

"Zeit der Anpassung" entstand 1962 nach dem gleichnamigen Bühnenstück des US-amerikanischen Dramatikers Tennessee Williams. Jane Fonda spielte als Isabel Haverstick eine ihrer ersten Filmrollen. Die Schauspielerin, die am 21. Dezember 2007 ihren 70. Geburtstag feierte, stand am Beginn einer herausragenden Karriere, die neben außergewöhnlichen Filmrollen ebenso vom politischen Engagement geprägt war. Obwohl als Tochter des bekannten Bühnen- und Filmschauspielers Henry Fonda geboren, hatte sie zunächst keine Schauspielambitionen. Doch als sie 1958 Lee Strasberg, den Leiter der weltberühmten New Yorker Schauspielschule "Actors Studio", traf, wurde sie dessen Schülerin. 1960 drehte sie ihren ersten Film und trat am Broadway auf. 1963 ging sie mit dem französischen Regisseur und Bardot-Entdecker Roger Vadim nach Frankreich und drehte dort mehrere erfolgreiche Filme. Unter seiner Regie spielte sie in "Barbarella" (1967) und stieg damit zu einem der weiblichen Sexsymbole jener Zeit auf. In den 1970er Jahren entwickelte sie sich zur gefragten Charakterdarstellerin. 1971 spielte sie die Prostituierte Bree Daniels in "Klute", für die sie ihren ersten Oscar erhielt, für "Coming Home" (1979), einen Film über das Schicksal der Vietnamrückkehrer, bekam sie ihn zum zweiten Mal. Zu ihren weiteren Filmerfolgen gehörten "Der elektrische Reiter" (1978), "Das China-Syndrom" (1979) und "Am goldenen See" (1981), der einzige Film, in dem sie mit ihrem Vater spielte.

Seit den 1970er Jahren engagiert sie sich immer wieder politisch. Sie demonstrierte gegen den Vietnamkrieg, war in der Anti-Kernwaffen-Kampagne und in der Frauenrechtsbewegung aktiv. Nicht zu vergessen auch ihre Vorreiterrolle in der Fitnessbewegung, mit der sie als Aerobic-Expertin gut Geld verdiente. erschien ihre Autobiografie "My Life So Far", die schnell zum Bestseller wurde. "Die Welt" schrieb in ihrer Rezension: "Doch nicht ihre Kämpfe in der Politik, sondern die endlosen Kämpfe um und wider ihre Männer, um den perfekten Körper und wider die überwältigende Angst, 'nicht gut genug für sie zu sein', haben das Leben Jane Fondas bestimmt".
   

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