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Ein Flughafen bei Nacht. Siegfried Rabinovicz, Kronzeuge
in einem Mordprozess, muss auf dem Weg von New York
nach Hamburg einen Zwischenstopp einlegen. Doch
ein merkwürdiges Ereignis verlängert seinen
Aufenthalt im Niemandsland der Durchgangsstation
und setzt ein Rätselspiel voller Spannung und
Geheimnis in Gang. Eine Airport-Hostess bittet Rabinovicz,
auf Wunsch eines Unbekannten seinen Flug zu verschieben
und in der VIP-Lounge zu warten. Der Reisende geht
darauf ein, denn er wird durch ein Buch entschädigt:
eine seltene Haggada, mit der er tiefe Erinnerungen
verknüpft.
Für dieses Buch interessiert sich auch ein
mysteriöser Fremder, mit dem Rabinovicz in
der Lounge zusammentrifft. Sie kommen ins Gespräch.
Bald jedoch steigt Angst auf in Rabinovicz. Denn
es geschehen weitere unerklärliche Dinge: Erst
wird er von einem jungen Mann fotografiert. Dann
stellt sich heraus, dass die vermeintliche Hostess
gar keine war. Später sieht er den Fotografen
und die junge Frau zusammen.
Wer hat Interesse an seinem Aufenthalt? Hat man
ihn in eine Falle gelockt? Dem Fremden gelingt es,
Rabinovicz zu beruhigen. Mittlerweile sind die beiden
die Einzigen in der leeren Lounge. Allmählich
vertieft sich das Gespräch der Männer.
Erinnerungen werden ausgetauscht, Geschichten erzählt,
zögerlich erst, dann immer intensiver.
Ungewöhnlich gut informiert zeigt sich der
Fremde über den Mord, dessen Zeuge Rabinovicz
gewesen ist: Gerd Wolf, ein deutscher Verleger,
ist angeklagt, auf einer Kreuzfahrt den Finanzhai
Hamilton erstochen zu haben. Der Fremde nimmt Partei,
zweifelt die Erinnerungen des Zeugen an, glaubt
nicht an die Schuld des Angeklagten. Rabinovicz'
Aussage würde einen Unschuldigen zu lebenslanger
Haft verdammen. Der Zeuge setzt sich zur Wehr, verteidigt
seine Position. In immer hitzigerem Streit vereint
rekonstruieren sie das Geschehen wie zwei Detektive
auf unterschiedlicher Spur.
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