Das Urteil

Fernsehfilm von 1997
Regie Oliver Hirschbiegel
Drehbuch Paul Hengge
Musik  
Kamera  
Darsteller Rabinovicz - Klaus Löwitsch
Der Fremde - Matthias Habich
Christiane - Anya Hoffmann
Junger Mann - Wilfried Hochholdinger
Gerd Wolf - Rudolf Wessely
Hostess am Schalter - Angela Quast
und andere

Ein Flughafen bei Nacht. Siegfried Rabinovicz, Kronzeuge in einem Mordprozess, muss auf dem Weg von New York nach Hamburg einen Zwischenstopp einlegen. Doch ein merkwürdiges Ereignis verlängert seinen Aufenthalt im Niemandsland der Durchgangsstation und setzt ein Rätselspiel voller Spannung und Geheimnis in Gang. Eine Airport-Hostess bittet Rabinovicz, auf Wunsch eines Unbekannten seinen Flug zu verschieben und in der VIP-Lounge zu warten. Der Reisende geht darauf ein, denn er wird durch ein Buch entschädigt: eine seltene Haggada, mit der er tiefe Erinnerungen verknüpft.

Für dieses Buch interessiert sich auch ein mysteriöser Fremder, mit dem Rabinovicz in der Lounge zusammentrifft. Sie kommen ins Gespräch. Bald jedoch steigt Angst auf in Rabinovicz. Denn es geschehen weitere unerklärliche Dinge: Erst wird er von einem jungen Mann fotografiert. Dann stellt sich heraus, dass die vermeintliche Hostess gar keine war. Später sieht er den Fotografen und die junge Frau zusammen.

Wer hat Interesse an seinem Aufenthalt? Hat man ihn in eine Falle gelockt? Dem Fremden gelingt es, Rabinovicz zu beruhigen. Mittlerweile sind die beiden die Einzigen in der leeren Lounge. Allmählich vertieft sich das Gespräch der Männer. Erinnerungen werden ausgetauscht, Geschichten erzählt, zögerlich erst, dann immer intensiver.

Ungewöhnlich gut informiert zeigt sich der Fremde über den Mord, dessen Zeuge Rabinovicz gewesen ist: Gerd Wolf, ein deutscher Verleger, ist angeklagt, auf einer Kreuzfahrt den Finanzhai Hamilton erstochen zu haben. Der Fremde nimmt Partei, zweifelt die Erinnerungen des Zeugen an, glaubt nicht an die Schuld des Angeklagten. Rabinovicz' Aussage würde einen Unschuldigen zu lebenslanger Haft verdammen. Der Zeuge setzt sich zur Wehr, verteidigt seine Position. In immer hitzigerem Streit vereint rekonstruieren sie das Geschehen wie zwei Detektive auf unterschiedlicher Spur.
   

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