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Maria ist 23 Jahre und ihr Kindheitstraum ist in
Erfüllung gegangen: Die junge Frau ist Polizistin
geworden. Irmgard Gruber, ihre Mutter, ist stolz
auf ihre hübsche und tatkräftige Tochter.
Plötzlich ist Maria tot. Selbstmord. Das geht
aus den Akten des Polizeiberichtes hervor. Ihre
Eltern sind geschockt, können sich keinen Reim
auf das Verhalten der Tochter machen. Irmgard macht
sich Vorwürfe, sie hatte gespürt, dass
Maria seit ihrer Versetzung auf ein neues Revier
in München unglücklich und verschlossen
wirkte. Irmgard fährt nach München, spricht
mit dem Revierleiter Werner. Der kann sich Marias
Tat nicht erklären, sieht keinen Zusammenhang
mit ihrer Dienststelle oder den Kollegen. Er gibt
Mutter Gruber nur den Rat mit auf den Weg, die Sache
ruhen zu lassen: "Man verbrennt sich. Und dann
kommt man nicht mehr raus aus der Sache." Auch
Marias Vater Jakob vertritt diese Haltung und kritisiert
seine Frau, davon werde Maria auch nicht mehr lebendig.
Fassungslos realisiert Matthias, Marias jüngerer
Bruder, das Auseinanderbrechen der einst intakten
Familie. Kurz darauf findet Irmgard einen Abschiedsbrief
Marias, den die Polizei bei der Spurensuche im Haus
übersehen haben muss - und ein Abgrund tut
sich auf, ihre Ahnungen finden eine Bestätigung
- Maria wurde in den Tod getrieben: "Sie machen
meine Arbeit nieder. Sie lassen mich stehen. Ich
bin vor keinem sicher, außer vielleicht vor
Thomas." Irmgard konfrontiert Werner mit dem
Brief, Marias Revier reagiert mehr als zurückhaltend,
Irmgard soll das Echtheitsgutachten des Briefes
abwarten, auch der von Maria genannte Kollege Uhlenbrock
tritt Irmgard selbstbewusst gegenüber. Doch
sie lässt sich nicht einschüchtern - auch
wenn sie realisiert, dass die Regeln hier andere
sind als in der ihr bekannten Dorfwelt.
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