Cocktail für eine Leiche

Spielfilm aus den USA von 1948
Regie Alfred Hitchcock
Drehbuch Arthur Laurents, Hume Cronyn und Ben Hecht, nach dem Stück "Rope's End" von Patrick Hamilton
Musik David Buttolph, Leo F. Forbstein und Francis Poulenc
Kamera William V. Skall und Joseph A. Valentine
Darsteller Rupert Cadell - James Stewart
Brandon Shaw - John Dall
Phillip Morgan - Farley Granger
Mr. Kentley - Sir Cedric Hardwicke
Mrs. Atwater - Constance Collier
Kenneth Lawrence - Douglas Dick
Mrs. Wilson - Edith Evanson
David Kentley - Dick Hogan
Janet Walker - Joan Chandler
und andere

Um zu beweisen, dass ein perfekter Mord möglich ist, bringen zwei Studenten in New York einen Kommilitonen um. In dem Apartment, in dem sie die Leiche verstecken, feiern sie eine Party. Nur Professor Cadell, der sie mit seiner elitären Einstellung auf die makabre Idee gebracht hat, schöpft Verdacht.
Vorlage zu "Cocktail für eine Leiche" war das 1929 uraufgeführte Theaterstück "Rope's End" Patrick Hamiltons, die Gleichheit von realer und filmischer Zeit animierte den Meister des Suspense zu einem einmaligen Experiment. Er drehte den ganzen Film in etwa je zehnminütigen Einstellungen (ungefähr die Länge einer Filmrolle) und kaschierte die Übergänge. So wurde "Cocktail für eine Leiche" zu einem Film quasi ohne Schnitte.
"Was an Hitchcocks Film so fasziniert, ist vor allem die formale Adaption des Stoffes ... In seiner ganzen Disposition ist dieser Film bester Hitchcock; intellektualistische Spielerei vor bitterernstem Hintergrund, voll raffiniert ausgeklügelter Spannungstricks, deren scheinbare Beiläufigkeit die Wirkung steigert, makaber in seinem zwielichtigem Humor ..." (Katholischer Filmdienst).
Für Hitchcock brachte "Cocktail für eine Leiche" eine dreifache Premiere: Es war Hitchcocks erste Eigenproduktion nach seiner Trennung von Hollywood-Mogul David Selznick, sein erster Film in Farbe und seine erste Zusammenarbeit mit James Stewart, neben Cary Grant "Hitch's" Lieblingsschauspieler. Drei weitere gemeinsame Filme sollten folgen und damit drei weitere Meisterwerke: "Das Fenster zum Hof" (1954), "Der Mann, der zu viel wusste" (1956) und "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" (1958).
"In allen vier Filmen verkörperte Stewart einen Mann, dessen professionelle Brillanz ihn nicht vor dubiosen moralischen Verstrickungen bewahren kann. Hitchcock drückt solche Defekte optisch aus. In 'Cocktail für eine Leiche' hinkt James Stewart" (Bodo Fründt).
   

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