Frenzy

Spielfilm Großbritannien 1971
Regie Alfred Hitchcock
Teleplay Anthony Shaffer
Musik Ron Goodwin
Kamera Gilbert Taylor
Darsteller Richard Blaney - Jon Finch
Robert Rusk - Barry Foster
Brenda Blaney - Barbara Leigh-Hunt
Babs Milligan - Anna Massey
Chief Inspector Oxford - Alec McCowen
Mrs. Oxford - Vivien Merchant
Hetty Porter - Billie Whitelaw
Johnny Porter - Clive Swift
Felix Forsythe - Bernard Cribbins
Sergeant Spearman - Michael Bates
und andere

Als ein Londoner Lokalpolitiker am Themseufer selbstbewusst verkündet, der Verschmutzung des Flusses werde bald Einhalt geboten, unterbricht ihn ein Entsetzensschrei: Im schlammigen Wasser sehen seine Zuhörer eine Frauenleiche herantreiben. Der unheimliche "Krawatten-Mörder" hat ein neues Opfer gefunden. Zur gleichen Zeit verliert Richard Blaney, einst Staffelkommandant bei der Royal Air Force, jetzt zum Bierzapfer abgestiegen, seinen Job. Robert Rusk, ein befreundeter Gemüsehändler in Covent Garden, bietet ihm Hilfe an.

Blaney ist an diesem Tag jedoch nicht nur vom Pech verfolgt, er hat auch bald die Polizei auf den Fersen, als seine geschiedene Frau Brenda umgebracht wird und verschiedene Indizien gegen ihn sprechen. Seine Freundin Babs hält zu ihm. Kurz darauf wird auch sie ermordet. Rusk bietet Blaney an, er könne sich in seiner Wohnung verstecken - und liefert ihn der Polizei aus. Blaney wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Er weiß jetzt jedoch, wer der wirkliche Mörder ist. Um sich an ihm zu rächen, bricht er aus.

"Frenzy" ist vielleicht Hitchcocks bösester Film und zeigt einmal mehr, was ein Filmemacher seiner Klasse aus einer an sich trivialen Geschichte zu machen vermag. Er braucht kein kriminalistisches Ratespiel, der wahre Täter ist früh erkennbar, um bis zum furiosen Schluss immense Spannung zu erzeugen. Optisch fasziniert "Frenzy" durch Einstellungen, die Filmgeschichte geschrieben haben. Raffiniert wahrte Hitchcock die Balance zwischen Komik und Grauen, etwa bei der aberwitzigen nächtlichen Fahrt des Mörders mit der Leiche auf einem Lkw samt einer Ladung Kartoffeln.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved