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Als ein Londoner Lokalpolitiker am Themseufer selbstbewusst
verkündet, der Verschmutzung des Flusses werde
bald Einhalt geboten, unterbricht ihn ein Entsetzensschrei:
Im schlammigen Wasser sehen seine Zuhörer eine
Frauenleiche herantreiben. Der unheimliche "Krawatten-Mörder"
hat ein neues Opfer gefunden. Zur gleichen Zeit
verliert Richard Blaney, einst Staffelkommandant
bei der Royal Air Force, jetzt zum Bierzapfer abgestiegen,
seinen Job. Robert Rusk, ein befreundeter Gemüsehändler
in Covent Garden, bietet ihm Hilfe an.
Blaney ist an diesem Tag jedoch nicht nur vom Pech
verfolgt, er hat auch bald die Polizei auf den Fersen,
als seine geschiedene Frau Brenda umgebracht wird
und verschiedene Indizien gegen ihn sprechen. Seine
Freundin Babs hält zu ihm. Kurz darauf wird
auch sie ermordet. Rusk bietet Blaney an, er könne
sich in seiner Wohnung verstecken - und liefert
ihn der Polizei aus. Blaney wird zu lebenslanger
Haft verurteilt. Er weiß jetzt jedoch, wer
der wirkliche Mörder ist. Um sich an ihm zu
rächen, bricht er aus.
"Frenzy" ist vielleicht Hitchcocks bösester
Film und zeigt einmal mehr, was ein Filmemacher
seiner Klasse aus einer an sich trivialen Geschichte
zu machen vermag. Er braucht kein kriminalistisches
Ratespiel, der wahre Täter ist früh erkennbar,
um bis zum furiosen Schluss immense Spannung zu
erzeugen. Optisch fasziniert "Frenzy"
durch Einstellungen, die Filmgeschichte geschrieben
haben. Raffiniert wahrte Hitchcock die Balance zwischen
Komik und Grauen, etwa bei der aberwitzigen nächtlichen
Fahrt des Mörders mit der Leiche auf einem
Lkw samt einer Ladung Kartoffeln.
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