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Die bildhübsche Marnie Edgar hat ihren Chef
Sidney Strutt um fast 10.000 Dollar erleichtert.
Der reiche Verleger Mark Rutland, ein Geschäftsfreund
des Bestohlenen, erfährt zufällig davon.
Zu seiner Überraschung bewirbt sich Marnie
kurz darauf um eine Vertrauensstellung in seiner
Firma. Obwohl Rutland weiß, dass sie eine
Diebin ist, lässt er sie anstellen, weil sie
ihn fasziniert. Tatsächlich raubt Marnie auch
den Tresor des Verlages aus. Rutland kann sie jedoch
nach der Tat stellen. Anstatt sie anzuzeigen, entschließt
er sich impulsiv, sie zu heiraten. Für ihn
steht fest, dass Marnie an einer psychischen Krankheit
leidet und Hilfe braucht - worauf nicht zuletzt
ihre ständigen Albträume hindeuten. Auf
der Hochzeitsreise zeigt sich, dass die junge Frau
seine Umarmungen nicht ertragen kann. Bald folgen
weitere unerfreuliche Überraschungen für
Rutland.
Hitchcock behandelt hier sein Lieblingsthema, den
Identitätsverlust eines Menschen und die Bedrohung,
die daraus für ihn und seine Umwelt erwächst.
Dabei spielt er gekonnt mit den Mitteln des Kinos,
um vermeintlich sichere "Wirklichkeit"
infrage zu stellen. Kulissen geben sich als solche
zu erkennen, die Farbdramaturgie ist bewusst künstlich,
Rückprojektionen werden überdeutlich.
Damit schafft Hitchcock stilistisch meisterhaft
eine Atmosphäre, die der inneren Situation
seiner Hauptfigur beziehungsvoll entspricht.
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