Eine Stunde Aufenthalt

Fernsehfilm aus der DDR von 1975
Regie Hubert Hoelzke
Drehbuch Hubert Hoelzke, nach der Erzählung "An einem ganz gewöhnlichen Abend" von Renate Holland-Moritz
Musik  
Kamera Siegfried Mogel, Christian Friedrich und Karl-Otto Kerner
Darsteller Zugabfertiger - Werner Senftleben
Alice Räppel - Agnes Kraus
Egon Ziesemaus - Norbert Christian
Frau aus Dresden - Gisela Morgen
Mann aus Dresden - Heinz Hinze
Gertrud - Carola Braunbock
Herr Bachmann - Wolfgang Greese
Junge Mutter - Helga Hahnemann
Sigrid Melzer - Juliane Koren
Klaus Fiedler - Günter Naumann
und andere

Nichts geht mehr. Ein Kurzschluss hat einen ganzen Streckenabschnitt der S-Bahn unterbrochen. Am Taxistand bildet sich im Nu eine endlose Warteschlange. Je nach Temperament machen die Fahrgäste ihrem Herzen Luft, man kommt miteinander ins Gespräch, man versucht auf andere Weise sein Ziel zu erreichen oder sich die unvermeidliche Wartezeit zu verkürzen. Der Buchhalter Ziesemaus muss um jeden Preis noch rechtzeitig einen Fehlbetrag ausgleichen, bevor die Revision seinen Griff in die Kasse ans Licht bringt.

Die Schauspielerin Inge Gürtler und der Bauingenieur Fiedler erzählen sich gegenseitig die Geschichten ihrer Lebenskrisen, und Jürgen lässt seine Freundin sitzen, um der jungen Krankenschwester Sigrid zu helfen. Ein Mikrokosmos entsteht, eine Ausnahmesituation, in der sich wildfremde Menschen einander öffnen. Eine Stunde Zwangsaufenthalt, in der sich bei oberflächlicher Betrachtung nichts Besonderes ereignet.
   

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