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Komtess
Franziska ist mit ihrem Verlobten Baron Sperling
unterwegs nach Würzburg, als ihre Kutsche im
nächtlichen Spessart mit einem gebrochenen
Rad liegenbleibt. Im Gegensatz zu dem ängstlichen
Sperling zeigt sie sich nicht sonderlich beunruhigt,
sondern folgt arglos dem Rat zweier Galgenvögel,
in einem nahen Wirtshaus Quartier zu nehmen. Dieses
ist allerdings eine Räuberhöhle, und das
Gesindel hat es auf die Komtess abgesehen. 20.000
Gulden Lösegeld soll Graf Sandau für seine
Tochter berappen. Als die Bande triumphierend abzieht,
ahnt keiner der Räuber, dass man zwar eine
echte Zofe, aber die falsche Komtess als Geisel
nahm.
Franziska hat heimlich mit dem jungen Wanderburschen
Felix, der mit seinem Freund Peter ebenfalls zufällig
Gast im Wirtshaus ist, die Kleider getauscht und
ist längst ins heimatliche Schloss geritten.
Als ihr Vater sich weigert, ihre Gefährten
auszulösen und stattdessen das Räubernest
vom Militär ausheben lassen will, treibt es
die burschikose Komtess zurück in die Schlupfwinkel
der Bande. Verkleidet schafft sie es schnell, Bursche
des schmucken Räuberhauptmanns zu werden. Er
gefällt ihr viel besser als der fade Verlobte
Sperling, und so hat sie überhaupt nichts dagegen,
dass der stattliche Bandenchef sie nach manchen
aufregenden Abenteuern auf seine Weise davor bewahrt,
den ungeliebten Baron heiraten zu müssen.
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