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Der erfahrene Frachterkapitän Wilhelm Ebbs
ist über den maroden Zustand seines Schiffes
derart besorgt, dass er kündigen will. Stattdessen
wird er plötzlich zum Kommandanten des Kreuzfahrtschiffes
"Julia" befördert. Ebbs glaubt, dass
sein Jugendtraum in Erfüllung geht. Durch seine
penible und spröde Art wird er aber bald zum
Außenseiter unter den Offizieren und den neureichen
Passagieren.
Der bei der Beförderung übergangene Erste
Offizier und Playboy Meier-Pollex sowie der Zahlmeister
Herbert Prittel sind seine Rivalen. Als schweigsamer
Einzelgänger macht sich Ebbs beim Captain's
Dinner auch Konsul Carstens zum Gegner. Der arrogante
Salonlöwe und Hauptanteilseigner der Reederei
nutzt fortan jede Gelegenheit, um ihn zu blamieren.
Ebbs bleibt aber tapfer; selbst als ihn die verführerische
Ilona Porter-Almassy sehr leicht bekleidet in seiner
Kapitänskajüte überrascht. In solchen
heiklen Situationen kann er auf seinen loyalen Steward
Otto Kümmel vertrauen.
Ebbs spült den Ärger schließlich
bei einem Stopp vor Griechenland hinunter und betrinkt
sich mit dem Ingenieur Oldenburg. Ebbs' Kummer schwindet
aber rasch, als er sich mit der kultivierten Claudia
Lund anfreundet. Mit neuem Elan gewinnt er den Respekt
der Crew und der Passagiere.
Mit "Der Kapitän", einer augenzwinkernden
Komödie über den Luxustourismus, dreht
Kurt Hoffmann seinen letzten Kinofilm. Heinz Rühmann
spielt die Hauptrolle. Kurt Hoffmann und Rühmann
verband eine enge Beziehung: Hatte doch der Star
in Hoffmanns Regie-Debüt "Paradies der
Junggesellen" (1939) gespielt, zu ihren weiteren
gemeinsamen Filmen zählen Erfolge wie "Quax,
der Bruchpilot" (1941) oder die beiden Curt-Goetz-Verfilmungen
der Sechzigerjahre "Dr. med. Hiob Prätorius"
und "Hokuspokus".
Kurt Hoffmann, dessen spezifisches Genre des Familienfilms
sich in den ausgehenden 1960er nicht weiter durchsetzen
konnte, zog sich nach "Der Kapitän"
von der Regiearbeit und dem Kino zurück. Er
starb am 25. Juni 2001 im Alter von 90 Jahren.
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