Fanfaren der Liebe

Deutscher Spielfilm von 1951
Regie Kurt Hoffmann
Drehbuch Heinz Pauck, nach einer Erzählung von Robert Thoeren u. Michael Logan
Musik Franz Grothe
Kamera Richard Angst
Darsteller Hans Mertens - Dieter Borsche
Peter Schmidt - Georg Thomalla
Lydia d'Estée - Grethe Weiser
Gaby - Inge Egger
Sabine - Ilse Petri
Hallinger - Oskar Sima
Boxer - Beppo Brem
Friedrich - Hans Fitz
Poehle - Herbert Kroll
Anette - Ursula Traun
und andere

Um in einer Damenkapelle mitspielen zu können, werden aus den bis dato arbeitslosen Musikern Hans und Peter Hansi und Petra. Die geschickt eingefädelte Täuschungsaktion führt schon während der ersten Tournee zu amüsanten Verwicklungen, fehlgeleiteten Flirts und kuriosen Verwechslungen.

Mit "Fanfaren der Liebe" inszenierte Genre-Spezialist Kurt Hoffmann einen "turbulenten Schwank mit viel Musik, der in der unmittelbaren Nachkriegszeit zum größten deutschen Lustspielerfolg avancierte" (Lexikon des Internationalen Films). Die Erzählung von Robert Thoeren und Michael Logan war 1935 schon einmal verfilmt worden, doch diese Fassung kam nie in die deutschen Kinos. Umso berühmter die dritte Version von Billy Wilder mit "Manche mögen's heiß" aus dem Jahr 1959. Auch wenn Kurt Hoffmann hier an die Meisterschaft des großen Wilder nicht herankam - die "ausgelassene Spielfreude" (Lexikon des Internationalen Films) macht rundum Spaß. Was natürlich auch an den brillanten Darstellern liegt: Dieter Borsche spielt den Part, den später Tony Curtis übernimmt, und gibt eine attraktive, elegante Dame mit einem überaus charmanten Lächeln ab. Die "Bassgeige" Georg Thomalla sorgt, wie später Jack Lemmon, für die herbere Note und die lauteren Lacher. Das MDR FERNSEHEN zeigte die Komödie zu Ehren von Dieter Borsche, der im Oktober 2004 95 Jahre alt geworden wäre. Den großen Durchbruch schaffte der ausgebildete Tänzer und Schauspieler erst 1949 mit 40 Jahren als Kaplan Imhoff in Harald Brauns "Nachtwache". In den Fünfzigerjahren drehte er seine erfolgreichsten Filme, unter ihnen "Dr. Holl" (mit Maria Schell, 1951) und "Königliche Hoheit" (mit Ruth Leuwerik, 1953), damit eroberte er besonders die Herzen der Zuschauerinnen. Später, vor allem in zahlreichen Edgar-Wallace-Filmen, schlüpfte er auch in die Rolle des Bösewichts. Auf der Bühne profilierte er sich 1963 in Berlin als Papst Pius XII. in der Uraufführung von Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter", damit schaffte er auch den Sprung zum geachteten Charakterdarsteller. Er starb am 2. September 1982 im Alter von knapp 73 Jahren.
   

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