Ich denke oft an Piroschka

Spielfilm aus der BRD von 1955
Regie Kurt Hoffmann
Drehbuch Per Schwenzen, Joachim Wedekind und Hugo Hartung, nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Hartung
Musik Franz Grothe
Kamera Richard Angst
Darsteller Piroschka - Liselotte Pulver
Andreas - Gunnar Möller
Istvan Rasc - Gustav Knuth
Etelka Rasc - Margit Symo
Greta - Wera Frydtberg
Sandor - Rudolf Vogel
Pensionsinhaberin - Annie Rosar
Johann von Csiky - Hintz Fabricius
Ilonka von Csiky - Adrienne Gessner
Pfarrer - Otto Storr
und andere

Im Jahre 1925 fährt der deutsche Austauschstudent Andreas auf einem Donaudampfer nach Ungarn. Unterwegs verliebt er sich Hals über Kopf in die blonde Greta, die in der Türkei eine neue Stelle als Sekretärin antreten, vorher aber noch am Plattensee Urlaub machen will. Gemeinsam macht man in Budapest Station; leider verpatzt ein allzu anhänglicher Geiger ihnen dort das erhoffte Schäferstündchen. So bleibt es bei einem vielsagenden Händedruck zum Abschied und beim Austausch von Adressen. Am nächsten Tag reist Andreas in den abgelegenen Pusztaort, wo er seine Sommerferien verbringen will. Schon im Zug bekommt er einen Vorgeschmack auf die ungarische Gastfreundschaft.

Ähnlich überschwänglich ist der Empfang auf dem Bahnhof des kleinen Ortes, wo Stationsvorsteher Istvan Rasc seines Amtes waltet. Er hat eine 17-jährige Tochter namens Piroschka, die besser deutsch versteht und spricht, als Andreas ahnt. Bald sind Piroschka und er unzertrennlich. Eines Tages kommt eine Postkarte vom Plattensee. Dass diese von einem Freund stammt, wie Andreas ihr vorschwindelt, glaubt Piroschka einfach nicht. Sie folgt ihm heimlich, als er zu Greta fährt, und so sieht Andreas sich plötzlich zwei hübschen Mädchen gegenüber.

Kurt Hoffmann inszenierte diese beschwingte Filmkomödie voller heiter-nostalgischer Pusztaromantik nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Hartung. Der 1955 entstandene Film wurde einer der spektakulärsten Erfolge des Jahrzehnts. Das Team Pulver/Hoffmann machte in der Folgezeit einige der beliebtesten Filmkomödien der Nachkriegszeit, so ein Jahr später "Heute heiratet mein Mann", die Trilogie "Das Wirtshaus im Spessart" (1957), "Das Spukschloss im Spessart" (1960) und "Herrliche Zeiten im Spessart" (1969) und die Thomas-Mann-Verfilmung "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" (1957).
   

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