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Streng
sind die Devisengesetze in den 30er-Jahren, entsprechend
streng sind auch die Zollkontrollen und hoch die
angedrohten Strafen. Wer aus Deutschland nach Österreich
reist, darf kein Geld mit sich führen, nun
ja, fast kein Geld. Die Freigrenze beträgt
zehn Mark im Monat, also 33 1/3 Pfennig pro Tag.
Damit kommt man nicht weit, meint der wohlhabende,
mit drei Doktortiteln geschmückte Berliner
Schriftsteller Georg Rentmeister. Deshalb logiert
er in einem noblen Hotel in Bad Reichenhall, um
von dort aus jeden Tag mit dem Bus zu den Aufführungen
der Salzburger Festspiele aufzubrechen. In Salzburg
trifft er sich mit seinem alten Freund, Professor
Karl Kesselhut, der ihn großzügig freihält.
Am zweiten Tag wartet dummerweise ein jeder in einem
anderen Café. Stunden und viele Wassergläser
später bittet Georg die junge hübsche
Frau am Nachbartisch, ihm Geld für seine Rechnung
zu leihen. In der langen Wartezeit hat er sich ohnehin
in sie verliebt und sie sich in ihn. Sie heißt
Konstanze und arbeitet als Stubenmädchen in
einem Schloss in Salzburg, erzählt sie ihm.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn eigentlich
ist sie eine Komtess, ihre Familie adlig. Aber um
ihrem laien-schriftstellernden Vater zu Lustspielinspirationen
zu verhelfen, hat sich die Familie im eigenen Schloss
als Dienstpersonal verdingt. Der Papa-Graf Leopold
von Raitenau gibt sich als Portier aus, Tante Karoline
als Köchin, Bruder Franz als Butler und Schwester
Mizzi wie Konstanze als Stubenmädchen. Unter
anderen ist die amerikanische Familie Namarra bei
ihnen zu Gast. Konstanze hat, da ihr Georg in der
Zwischenzeit auch einen Heiratsantrag gemacht hat,
wenig Lust, das Spiel weiter zu spielen. Doch da
dem Papa immer noch die zündende Idee fehlt,
lässt sie sich überreden und mit einer
Karte fürs "New York City Ballett"
"kaufen". Georg besucht zur gleichen Zeit
die Aufführung von "Don Giovanni".
Konstanze beendet den Abend mit ihrem Bruder im
Casino, wo auch Georg auftaucht und so ganz nebenbei
erfährt, dass sein Stubenmädchen eine
Komtess ist. Vor Enttäuschung betrinkt er sich
mit Karl. Als ihm Konstanze dann die ganze Geschichte
erzählt, ist er mehr als erleichtert und bereit,
bei der Maskerade ein bisschen mitzuspielen. Das
tun - wie sich zum Schluss herausstellt - auch die
Namarras, aber da hat Papa Leopold schon eine andere
Idee für seinen Zeitvertreib.
Als Vorlage für dieses beschwingte Lustspiel
diente Erich Kästners Roman "Der kleine
Grenzverkehr oder Georg und die Zwischenfälle",
der 1938 nur in der Schweiz erscheinen durfte, weil
die Nationalsozialisten Kästner Publikationsverbot
für Deutschland erteilt hatten. 1943 wurde
sein Roman unter dem Titel "Der kleine Grenzverkehr"
mit Willy Fritsch und Hertha Feiler erstmals verfilmt.
Kästner verfasste dafür das Drehbuch,
ebenso wie für das farbige Remake "Salzburger
Geschichten" von 1956. Nach "Drei Männer
im Schnee" und "Das fliegende Klassenzimmer"
war dies die dritte Zusammenarbeit von Kästner
und Regisseur Kurt Hoffmann, dem Garanten für
humorvolle Unterhaltung. Vor der bezaubernden Kulisse
Salzburgs und seiner Umgebung wurde daraus ein liebenswürdig
anmutender Film, bei dem alle Beteiligten sichtlich
ihre Freude hatten. Das Liebespaar spielten Bonvivant
Paul Hubschmid und Publikumsliebling Marianne Koch,
die wenige Jahre später für "Heldinnen"
noch einmal gemeinsam vor der Kamera standen.
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