Schloss Gripsholm

Deutscher Spielfilm von 1963
Regie Kurt Hoffmann
Drehbuch Herbert Reinecker, nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Tucholsky
Musik Hans-Martin Majewski
Kamera Richard Angst
Darsteller Lydia - Jana Brejchová
Kurt - Walter Giller
Karlchen - Hanns Lothar
Billie - Nadja Tiller
Frau Kremser - Agnes Windeck
Herr Bengtson - Carl-Gustav Lindstedt
Tourist - Ekkehard Fritsch
Touristin - Inge Wolffberg
und andere

Es ist Liebe auf den ersten Blick. Er nennt seine Freundin Lydia "Prinzessin", gelegentlich auch "Alte", sie nennt Kurt meistens "Daddy" oder "Peter". Kurt ist Schriftsteller, Lydia Sekretärin der "Norddeutschen Seifenunion" in Berlin. Er entdeckt sie durch ihr Bürofenster, sie lädt ihn acht Tage später in ihr möbliertes Zimmer ein und trickst die reizend-besorgte Zimmerwirtin Frau Kremser geschickt aus.

Weil Lydias beste Freundin Billie in Stockholm arbeitet, kommen die beiden auf die Idee, ihre Liebe in vier Wochen Urlaub zu genießen. Sie reisen über Kopenhagen nach Stockholm, wo ihnen der freundliche Herr Bengtson zu zwei Zimmern im alten Schloss Gripsholm, gelegen am malerischen Mälarsee, verhilft. Die Umgebung harmoniert mit ihrer Stimmung, sie lassen die Seele baumeln und genießen die Liebe. Als sich Karlchen, Kurts bester Freund, meldet, laden sie ihn zu ein paar Ferientagen ein.

Karlchen ist auf der Stelle von Lydia bezaubert und er gefällt ihr auch. Kurt findet es schön, dass sich die ihm liebsten Menschen mögen. Kurz bevor Karlchen abreist, kommt Billie aus Stockholm. Auch dieses neue Trio verlebt wunderbar-heitere Tage ohne Missklang. Als ein Gewitter die drei überrascht, bleibt Billie im Schloss und "Daddy" darf zwischen den beiden schlafen. Und dann ist der Urlaub zu Ende, "Daddy" und die "Prinzessin" sind wieder im hektischen Berlin.

Eine melancholische Liebesromanze, die Kurt Hoffmann mit großem Erfolg 1963 verfilmte. Sie entstand nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1931, der allerdings neben seiner heiteren Liebesgeschichte auch zeitkritische Untertöne enthält, auf die die Hoffmannsche Verfilmung verzichtet. Aber mit seiner spielfreudigen Besetzung - Jana Brejchová, Walter Giller, Nadja Tiller und Hanns Lothar - gelang ihm ein wunderbar leichter Film über die Liebe und die Freundschaft, der nahezu zeitlos ist.
   

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