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Null Bock auf Landluft haben die beiden temperamentvollen
Schwestern Lone und Anjelica: Fremde Gerüche,
sich im Schlamm wälzende Schweine, ein Plumpsklo
und Fliegen in der Küche sind nicht gerade
das, was sie sich für ihre Sommerferien erträumt
haben. Viel lieber wären sie mit ihren Eltern
nach New York geflogen, als fern der Heimatstadt
Kopenhagen mehrere Wochen bei ihren betagten Verwandten
Hortensia und Rasmus auf dem Land zu verbringen,
wo es noch nicht mal einen Laden gibt, in dem man
sich ein paar Süßigkeiten kaufen könnte.
Argwöhnisch betrachten die Verwandten einander.
Was ihre Lebensgewohnheiten und Vorlieben betrifft,
lassen sich kaum krassere Gegensätze vorstellen.
Wie soll man frische Kuhmilch und Spaghetti auf
einen Nenner bringen? Die ersten gutgemeinten Versuche
der Kinder, sich in Haus und Hof nützlich zu
machen oder ihre Verwandten mit fantasievollen Spielen
"aufzuheitern", gehen ziemlich daneben.
Umgekehrt stoßen die deftige Hausmannskost,
die Hortensia in bester Absicht auf die Teller häuft,
oder fremdartig schwermütige Gute-Nacht-Lieder
bei den Mädchen auch nicht gerade auf Gegenliebe.
Auch hüllt sich der alte Rasmus vorerst in
Schweigen. Dass auch ein Erwachsener mit unlösbaren
Problemen zu kämpfen hat, mag oder kann er
nicht zeigen. Doch nach den Anlaufschwierigkeiten
entwickelt sich allmählich gegenseitiges Verständnis
und liebevolle Zuneigung. Systematisch inspizieren
die beiden aufgeweckten Kinder ihr Feriendomizil
und die nähere Umgebung, der anfängliche
Ekel vor Dreck und Gestank ist überwunden.
Der zunächst wegen seiner Sauberkeit so bewunderte
Schweinemastbetrieb in der Nachbarschaft erweist
sich bei näherem Hinsehen als eher fragwürdiges
Unternehmen. Außerdem bedroht die geplante
Erweiterung der "Tierfabrik" die Existenz
des alten Bauernhofs und seiner Bewohner.
Als Lone in einer stürmischen Gewitternacht
voller Panik aus dem Haus stürzt und sich im
Dunkel der Landstraße verläuft, bricht
Rasmus in Begleitung von Anjelica zu einer Suchaktion
auf. Als der alte Sturkopf das wiedergefundene Kind
wohlbehalten in die Arme schließen kann, ist
das Eis endgültig gebrochen. Für diese
Rettung wollen sich die Mädchen revanchieren,
indem sie alles daran setzen, die Vertreibung der
beiden Alten von ihrem Hof und ihre Einweisung ins
Altersheim zu verhindern. Es kommt zu einer unüberlegten
Aktion mit katastrophalen Folgen. Doch die Spontaneität
der beiden Schwestern motiviert ihren mürrischen
Großonkel dazu, endlich seinen Stolz zu überwinden
und den Kampf aufzunehmen, wenn schon nicht für
sich, dann vielleicht für seine möglichen
Erben?
Die von Cæcilia Holbek Trier liebevoll inszenierte
Familienkomödie erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen
den Großen Preis bzw. den Presse-Preis auf
den internationalen Kinderfilmfesten von Montreal
und Brüssel.
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