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Frankreich, im Sommer 1944. Die alliierten Truppen
sind auf dem Vormarsch, und in einem kleinen Provinzdorf
bereiten sich die Bewohner schon akribisch auf das
Eintreffen der amerikanischen Befreier vor. Die
Halbbrüder Antoine und Julien erspähen
gemeinsam mit ihrem Freund Gaby die nahenden Truppen
und informieren die freudige Bevölkerung. Es
sind allerdings keine amerikanischen, sondern deutsche
Panzer auf dem Rückzug, die wenig später
durch das Dorf rollen.
Als der unwissende Bürgermeister mit einer
US-Flagge auf die Straße läuft, wird
er gnadenlos erschossen. Der Onkel von Antoine und
Julien, bei dem die beiden leben, ist überzeugt,
dass die Jungs sich mit der fatalen Fehlinformation
einen üblen Scherz erlaubt haben. Zur Strafe
will er sie auf eine Klosterschule schicken. Doch
bevor es dazu kommt, laufen Antoine und Julien gemeinsam
mit Gaby davon. Sie wollen nach Lyon, um dort ihre
Mutter zu finden.
Es wird eine Reise mit Hindernissen, auf der sie
viel über den Krieg und das Leben lernen werden.
Zunächst werden den Freunden die Fahrräder
gestohlen. Und als sie auf einem Bauernhof Hühner
und Eier stibitzen, wird Gaby erwischt und von dem
zornigen Bauern nach Hause verfrachtet.
Begleitet von ihrem neuen Freund, dem streunenden
Schäferhund Tex, treffen Julien und Antoine
wenig später auf einen einzelnen deutschen
Soldaten. Franz, ein gebürtiger Elsässer,
ist desertiert, weil er die Grausamkeit des Krieges
nicht mehr ertragen konnte. Zunächst bedroht
er die beiden Halbbrüder aus Angst, sie könnten
ihn verraten. Schon bald aber gewinnen die Jungen
das Vertrauen des Soldaten. Sie besorgen ihm Lebensmittel
und bringen ihn zu einer schrulligen Wunderheilerin,
damit sie die quälenden Schmerzen des verwundeten
Deutschen lindert. Danach zieht das Trio gemeinsam
weiter.
Zwischen Antoine und Julien und dem sympathischen
Soldaten entwickelt sich eine enge Freundschaft.
In einer Geisterstadt finden die drei Unterschlupf.
Am späten Abend erzählt Franz den Jungen
von seinen furchtbaren Kriegserlebnissen. Er ist
ein einsamer, gebrochener, zutiefst traumatisierter
Mann, geplagt von Schuldgefühlen. Am nächsten
Morgen macht Franz in der Kirche des menschenleeren
Ortes eine furchtbare Entdeckung. Als kurz darauf
amerikanische Soldaten in die Kirche kommen, wird
ihm seine deutsche Uniform zum Verhängnis.
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