Der Krieg ist aus

Französisch-deutscher Spielfilm von 1988
Regie Jean-Loup Hubert
Drehbuch Jean-Loup Hubert
Musik Jürgen Knieper
Kamera Claude Lecomte
Darsteller Franz-Josef Höringer - Richard Bohringer
Antoine - Antoine Hubert
Julien - Julien Hubert
Gaby - Olivier Nembi
Wunderheilerin - Isabelle Sadoyan
Victor Toulis - Martin Lamotte
u. a.

Frankreich, im Sommer 1944. Die alliierten Truppen sind auf dem Vormarsch, und in einem kleinen Provinzdorf bereiten sich die Bewohner schon akribisch auf das Eintreffen der amerikanischen Befreier vor. Die Halbbrüder Antoine und Julien erspähen gemeinsam mit ihrem Freund Gaby die nahenden Truppen und informieren die freudige Bevölkerung. Es sind allerdings keine amerikanischen, sondern deutsche Panzer auf dem Rückzug, die wenig später durch das Dorf rollen.

Als der unwissende Bürgermeister mit einer US-Flagge auf die Straße läuft, wird er gnadenlos erschossen. Der Onkel von Antoine und Julien, bei dem die beiden leben, ist überzeugt, dass die Jungs sich mit der fatalen Fehlinformation einen üblen Scherz erlaubt haben. Zur Strafe will er sie auf eine Klosterschule schicken. Doch bevor es dazu kommt, laufen Antoine und Julien gemeinsam mit Gaby davon. Sie wollen nach Lyon, um dort ihre Mutter zu finden.
Es wird eine Reise mit Hindernissen, auf der sie viel über den Krieg und das Leben lernen werden. Zunächst werden den Freunden die Fahrräder gestohlen. Und als sie auf einem Bauernhof Hühner und Eier stibitzen, wird Gaby erwischt und von dem zornigen Bauern nach Hause verfrachtet.

Begleitet von ihrem neuen Freund, dem streunenden Schäferhund Tex, treffen Julien und Antoine wenig später auf einen einzelnen deutschen Soldaten. Franz, ein gebürtiger Elsässer, ist desertiert, weil er die Grausamkeit des Krieges nicht mehr ertragen konnte. Zunächst bedroht er die beiden Halbbrüder aus Angst, sie könnten ihn verraten. Schon bald aber gewinnen die Jungen das Vertrauen des Soldaten. Sie besorgen ihm Lebensmittel und bringen ihn zu einer schrulligen Wunderheilerin, damit sie die quälenden Schmerzen des verwundeten Deutschen lindert. Danach zieht das Trio gemeinsam weiter.

Zwischen Antoine und Julien und dem sympathischen Soldaten entwickelt sich eine enge Freundschaft. In einer Geisterstadt finden die drei Unterschlupf. Am späten Abend erzählt Franz den Jungen von seinen furchtbaren Kriegserlebnissen. Er ist ein einsamer, gebrochener, zutiefst traumatisierter Mann, geplagt von Schuldgefühlen. Am nächsten Morgen macht Franz in der Kirche des menschenleeren Ortes eine furchtbare Entdeckung. Als kurz darauf amerikanische Soldaten in die Kirche kommen, wird ihm seine deutsche Uniform zum Verhängnis.
   

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