Casino de Paris

Deutsch-französisch-italienischer Spielfilm von 1957
Regie André Hunebelle
Drehbuch Hans Wilhelm und Jean Halain
Musik Heinz Gietz, Heinz Kiessling, Gilbert Bécaud und Paul Durand
Kamera Bruno Mondi
Darsteller Catherine Miller - Caterina Valente
Alexander Gordy - Vittorio De Sica
Jacques Marval - Gilbert Bécaud
Frau Miller - Grethe Weiser
Gaston Miller - Rudolf Vogel
Belinda - Véra Valmont
Mario - Grégoire Aslan
Francesco Miller - Silvio Francesco
Peter Miller - Roland Kaiser
Butler Victor - Fritz Lafontaine
Lulu Miller - Peter Michael Brink
u. a.

Zauberhafte Frauen, atemberaubende Kostüme, heiße Musik, Schönheit, Extravaganz, Lebenslust - das ist "Casino de Paris". Während im Saal immer noch das Publikum Beifall klatscht, sitzt in der Künstlergarderobe der berühmte Boulevard-Schriftsteller Alexander Gordy Catherine Miller, einem Star des Hauses, gegenüber. Er überrascht sie mit der Eröffnung, dass sie ihm als "Idealbesetzung" seines neuen Stückes vorschwebt und lädt sie in seine Villa nach Cannes ein.

Catherine, Kind einfacher Artisten, ist von diesen Aufstiegsmöglichkeiten etwas benommen. Auch zu Hause wird ihre Karriere zwiespältig beurteilt. Die Frau Mama ist, eine reiche Heirat witternd, begeistert, der Papa empört, weil das Mädchen eine erfolgreich begonnene Revuekarriere an den Nagel hängen will.

Alexander Gordy ist nach Cannes auf seinen Besitz vorausgereist. Hier ist Jacques Marval der eigentliche Herr im Hause, offiziell als Gordys Sekretär, inoffiziell der Mann, der dessen Stücke schreibt.

Jacques kennt die Extravaganzen seines Herrn und hat sich angewöhnt, sich über nichts mehr zu wundern. Er weiß natürlich gleich, dass auch im Fall Catherine der Verbindungsbalkon zwischen Gordys und Catherines Zimmer eine Hauptrolle spielen soll. Hier irrt Jacques. Er muss feststellen, dass Catherine, die mit Vater, Mutter, zwei kleinen Brüdern, diversem Getier und großem Bruder Francesco aus den USA anreist, nur ihre Rolle, keineswegs aber seinen Herrn im Kopf hat.

In einer Probe übernimmt Jacques die Rolle ihres Partners und küsst Catherine länger, als es vom Buch verlangt wird. Sie ist außer sich, Gordy natürlich auch. Inzwischen hat Gordy auf einer Pressekonferenz verlauten lassen, dass private Beziehungen und Heiratsabsichten zwischen Catherine und ihm bestünden. Das ruft sogleich den Direktor des "Casino de Paris" auf den Plan, der seinen Star nicht gern verlieren möchte. Er schmiedet mit Jacques, der sich längst in Catherine verliebt hat und sie zum "Casino" zurückzubringen verspricht, ein geheimes Komplott ...

Vittorio De Sica, Grethe Weiser, Rudolf Vogel, Frankreichs Chanson-Star Gilbert Bécaud und Valente-Bruder Silvio Francesco sind mit von der heiter-musikalischen Partie, in deren Mittelpunkt die Show-Ikone Caterina Valente steht. Sie stand mit ihren drei Geschwistern von Kindesbeinen an auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Giuseppe Valente, ihr Vater, ein Spanier italienischer Abstammung, war ein bekannter Akkordeonvirtuose. Maria Valente, ihre Mutter, der beste weibliche Clown der Welt.

Caterinas ungewöhnliche Musikalität führte sie zuerst zum Jazz, später unter dem Orchester Kurt Edelhagen zum Schlager und zur Tanzmusik. Eine viel beachtete Filmkarriere blieb nicht aus und ihre Fernsehshows sind kaum noch zu zählen. Wenn sie auch in der letzten Zeit im deutschen Musikgeschehen etwas in den Hintergrund gerückt ist, gilt dennoch: Caterina Valente ist und bleibt eine Königin des Showbusiness!
   

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