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Mit einem prunkvollen Fest und einem großen
Reitturnier feiert Karl der Kühne von Burgund
(Roger Hanin) 1467 in Dijon seinen Regierungsantritt.
Nun möchte er die schöne Jeanne de Beauvais
(Rosanna Schiaffino) heiraten. Doch König Ludwig
XI. (Jean-Louis Barrault) verweigert ihm die Hand
der Schönen. Zu Karls Enttäuschung kommt
die Wut, als er erfährt, dass die begehrte
Frau einen anderen liebt, den edlen Ritter Robert
de Neuville (Jean Marais).
Dadurch ist der Zwist mit dem Monarchen und Robert
de Neuville vorprogrammiert. Doch mit List und Wagemut
kann sich de Neuville den Intrigen und des Verrats
erwehren. Aber das Glück ist erst vollkommen,
als Ludwig die Hand des Mädchens in die des
Mannes legt, der nicht nur ihr Leben, sondern auch
das Königreich rettete.
Fechtend, reitend, liebend ... Jean Marais, charmanter
Draufgänger vieler populärer Mantel- und
Degenfilme, zeigt sich auch "Im Zeichen der
Lilie" von seiner besten Seite. Rollen wie
"Der Graf von Monte Christo" oder "Le
Capitan" ließen ihn zum Star und Traummann
vieler Frauen werden. Bewunderungswürdig auch
sein Mut, denn Jean Marais drehte nahezu ausnahmslos
ohne Double.
Neben seiner glänzenden Schauspielerlaufbahn
hat "Jeannot" eine zweite, stillere Karriere
vorzuweisen als Maler, Designer, Töpfer und
Autor. In seiner Autobiographie gedachte Marais
vor allem der schicksalhaften Begegnung mit Jean
Cocteau, den er 1937 kennen lernte und der bis zu
seinem Tod (1963) sein Mentor und intimster Freund
war. Jean Marais starb am 8. November 1998 84-jährig
in Cannes.
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