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Dublin am Ende der sechziger Jahre. Noch am selben
Nachmittag, an dem ihr Gatte überraschend gestorben
ist, begibt sich Agnes Browne, die Mutter von sieben
Kindern im Alter von zwei bis vierzehn Jahren, aufs
Amt, um Witwenrente zu beantragen. Da das Geld im
Browneschen Haushalt schon immer sehr knapp war,
muss Agnes nun auch noch bei dem schmierigen Geldverleiher
Mr. Billy 40 Pfund für die Beerdigung ihres
Mannes leihen. Das kommt sie teuer zu stehen: Von
ihren kärglichen Einkünften, die sie mit
ihrem Marktstand erwirtschaftet, muss sie künftig
jede Woche Zinsen in astronomischer Höhe an
den Kredithai zahlen.
Die Arbeit auf dem Markt hat aber auch ihr Gutes.
Da gibt es zum Beispiel Marion Monks, die ihren
Obststand direkt neben dem von Agnes hat und ihre
allerbeste Freundin ist. Gemeinsam trotzen die beiden
Frauen ihrem oft nicht leichten Schicksal. Kraft
schöpft Agnes auch aus ihrer Schwärmerei
für den Popstar Tom Jones (gespielt von Tom
Jones selbst), den sie eines Tages sogar persönlich
kennen lernt. Doch dann bricht die Welt erneut für
Agnes zusammen: Marion ist todkrank. Sie hat Brustkrebs.
Als dann auch noch Mr. Billy auftaucht, um Agnes
wegen eines Zahlungsrückstands die Wohnung
leer zu räumen, kann ihr nur noch ein Wunder
helfen - oder Tom Jones.
Nach "Bastard out of Carolina" ist "Frauen
unter sich" bereits die zweite Regiearbeit
von Anjelica Huston, Tochter des berühmten
amerikanischen Regisseurs John Huston. Mit der bewegenden
und souverän in Szene gesetzten Lebensgeschichte
der Agnes Browne nach dem Bestseller "The Mammy"
von Brendan O'Carroll beweist die Oscar-Preisträgerin,
dass sie hinter der Kamera genauso talentiert ist
wie davor. Sie drehte nicht nur die warmherzige
Tragikomödie, sondern spielte auch gleich noch
die Hauptrolle der vom Schicksal gebeutelten, aber
nicht zu entmutigenden Marktfrau Agnes. In weiteren
Rollen sind Marion O'Dwyer, Ray Winstone und "Der
Tiger" Tom Jones zu sehen, dessen Abstecher
in die Schauspielerei durchaus als gelungen bezeichnet
werden kann.
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