Das Herz der Bärin

Spielfilm Estland/Russland/Deutschland/Tschechien 2001
Regie Arvo Iho
Drehbuch Arvo Iho, Nikolai Baturin, Rustam Ibragimbekov, nach dem Roman "Karu süda" von Nikolai Baturin
Musik Peeter Vähi
Kamera Rein Kotov
Darsteller Nika/Nganasan - Rain Simmul
Gitya, Lehrerin - Dinara Drukarova
Emily - Ilyana Pavlova
Laima - Külli Teetamm
Simon, Laimas Vater - Lembit Ulfsak
Harte Nuss, Schamane - Nail Chaikhoutdinov
Venjamin, Arzt - Arvo Kukumägi
Katarina, Wirtin - Galina Bokashevskaya
Sonnenstrahl - Tatyana Leganteva
Die "Graue" - Merle Palmiste
und andere

Der Hast des städtischen Lebens müde, kommt der junge, abenteuerlustige Este Nika als Jäger in die sibirische Taiga. Fernab der Zivilisation will er sich selbst finden. Den Sommer verbringt er in einem Dorf unter Ureinwohnern, die ihn mit den Mythen des Nordens vertraut machen und Geologen, Goldwäschern und allerlei Abenteurern. Und er begegnet der lebenslustigen Lehrerin Gitya, die ihm eine gute Ehefrau sein möchte. Den Winter aber zieht es Nika in eine selbstgezimmerte Waldhütte, um in der einsamen Wildnis zu jagen.

Dabei trifft er auf zwei Bären. Als das männliche Tier ihn angreift, ist er gezwungen, es zu töten. Der andere Bär, ein Weibchen mit weißer Blesse, begegnet ihm hingegen ohne Feindseligkeit, bevor es wieder in der Taiga verschwindet. Im nächsten Winter zieht es Nika wieder in die Taiga. Eines Tages stellt er fest, dass jemand heimlich seine Fallen leert. Er stellt für den Dieb ein Wolfseisen auf und findet darin wenig später eine in Pelz gehüllte junge Frau. Sie spricht kein Wort und stößt nur Laute aus. Nika nimmt sie mit in seine Hütte, pflegt sie gesund und verliebt sich in sie. Doch dann verschwindet sie in den Weiten der Taiga.

Mit den Mitteln des magischen Realismus erzählt der Film, der nach dem gleichnamigen Roman des estnischen Schriftstellers Nikolaj Baturin entstand, ein abenteuerliches und romantisches Drama um die Suche eines jungen Mannes nach innerem Gleichgewicht. In der gleichnishaften Geschichte spielt der Bär, der in der sibirischen Etymologie eine wesentliche Bedeutung hat, die zweite Hauptrolle.

Der estnische Regisseur drehte die internationale Koproduktion unter schwierigen Bedingungen zwei Jahre lang (mit Unterbrechungen) in Sibirien und im nördlichen Uralgebiet. So versagte die Technik bei Temperaturen unter Minus 40°C und der ursprünglich eingesetzte Zirkusbär spielte in der ungewohnten Natur verrückt. Der letztlich im Film zu sehende Bär gehört einem privaten Besitzer und ist ungefähr drei Meter groß.
   

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