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Der Hast des städtischen Lebens müde,
kommt der junge, abenteuerlustige Este Nika als
Jäger in die sibirische Taiga. Fernab der Zivilisation
will er sich selbst finden. Den Sommer verbringt
er in einem Dorf unter Ureinwohnern, die ihn mit
den Mythen des Nordens vertraut machen und Geologen,
Goldwäschern und allerlei Abenteurern. Und
er begegnet der lebenslustigen Lehrerin Gitya, die
ihm eine gute Ehefrau sein möchte. Den Winter
aber zieht es Nika in eine selbstgezimmerte Waldhütte,
um in der einsamen Wildnis zu jagen.
Dabei trifft er auf zwei Bären. Als das männliche
Tier ihn angreift, ist er gezwungen, es zu töten.
Der andere Bär, ein Weibchen mit weißer
Blesse, begegnet ihm hingegen ohne Feindseligkeit,
bevor es wieder in der Taiga verschwindet. Im nächsten
Winter zieht es Nika wieder in die Taiga. Eines
Tages stellt er fest, dass jemand heimlich seine
Fallen leert. Er stellt für den Dieb ein Wolfseisen
auf und findet darin wenig später eine in Pelz
gehüllte junge Frau. Sie spricht kein Wort
und stößt nur Laute aus. Nika nimmt sie
mit in seine Hütte, pflegt sie gesund und verliebt
sich in sie. Doch dann verschwindet sie in den Weiten
der Taiga.
Mit den Mitteln des magischen Realismus erzählt
der Film, der nach dem gleichnamigen Roman des estnischen
Schriftstellers Nikolaj Baturin entstand, ein abenteuerliches
und romantisches Drama um die Suche eines jungen
Mannes nach innerem Gleichgewicht. In der gleichnishaften
Geschichte spielt der Bär, der in der sibirischen
Etymologie eine wesentliche Bedeutung hat, die zweite
Hauptrolle.
Der estnische Regisseur drehte die internationale
Koproduktion unter schwierigen Bedingungen zwei
Jahre lang (mit Unterbrechungen) in Sibirien und
im nördlichen Uralgebiet. So versagte die Technik
bei Temperaturen unter Minus 40°C und der ursprünglich
eingesetzte Zirkusbär spielte in der ungewohnten
Natur verrückt. Der letztlich im Film zu sehende
Bär gehört einem privaten Besitzer und
ist ungefähr drei Meter groß.
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