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Das kurze Leben der Brigitte Reimann - sie wurde
nur 39 - vollzog sich im engen Rahmen der DDR. 1933
in Burg bei Magdeburg geboren, errang sie bereits
1956 mit ihrem ersten Roman "Die Frau am Pranger"
beachtliche Erfolge. Sie wurde gefördert und
sie genoss die ihr zugedachte Anerkennung. Als sie
nach Hoyerswerda ging, um der sozialistischen Wirklichkeit
näher zu kommen, geriet ihr diese Spurensuche
zur realsozialistischen Desillusionierung. Das Buch,
an dem sie schrieb, wurde kein Vorzeigeroman des
sozialistischen Realismus. "Franziska Linkerhand"
erschien erst posthum 1974, nachdem Brigitte Reimann
ein Jahr zuvor an Krebs gestorben war, aber eigentlich
war es wohl eine Überdosis Leben, die sie ihrem
Körper zugemutet hatte. Affären, Arbeit,
Alkohol und ein Mangel an Hoffnung nach Sozialismus,
an den sie glaubte und für den sie schreiben
wollte. Dem System der DDR trotz Ausgeliefertsein
verbunden, entwickelt sie in ihrem privaten Leben
eine beinahe schon groteske Form von Machtwillen,
mit dem sie ihren Liebhabern ihr Ich aufzudrängen
versucht. Drei Ehen lässt sie hinter sich -
immer auf der Suche nach Neuanfängen. Da sich
das Paradies im Großen nicht erreichen lässt,
soll es im Kleinen groß sein.
Der Lebensgeschichte dieser leidenschaftlichen,
lebenshungrigen und kompromisslosen Frau will der
Film nachspüren, ohne dabei im "Es war
einmal" zu verharren.
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