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Durch seine ebenso sympathische wie kompetente Beratung
gewinnt Autoverkäufer Mark Tanner mit Generaldirektor
Bockmann einen neuen potenten Kunden. Um Bockmann
einen Gefallen zu erweisen, erklärt er sich
auch bereit, dessen alten Kahn "Bella Marie"
vom Bodensee nach Amsterdam zu überführen.
Es trifft sich gut, dass Marks Freund Ulli gerade
von seiner Freundin verlassen wurde und so treten
sie die Reise gemeinsam an. Doch schon bald gesellt
sich ihnen ein streunender Hund und wenig später
die pfiffige Schifferstochter Elke hinzu.
Doch den richtigen Hauch Romantik erhält die
Fahrt durch die hübsche Petra, die Mark kurz
zuvor als Anhalterin kennengelernt hat. Nun begegnet
er ihr auf seinen Landgängen wieder, denn Petra
ist als Reiseleiterin mit einer Busladung illustrer
Touristen nach Amsterdam unterwegs. Obwohl die beiden
schnell ihre Sympathie füreinander entdeckt
haben, können sie so leicht nicht zueinander
kommen. Schuld daran ist vor allem Petras abgewiesener
Verehrer, der arrogante Playboy Rob, der dem Reisebus
mit seinem Sportwagen folgt, um Petra doch noch
umzustimmen.
Und als Petra erfährt, dass sich auf Marks
Boot eine Frau befindet, wird auch sie eifersüchtig.
Während eines Besuchs bei Elkes quirligem Onkel
Jupp, einem Winzer, der ein beliebtes Weinlokal
betreibt, bietet sich endlich die Gelegenheit für
ein klärendes Gespräch. Als Rob jedoch
dazwischenfunkt, kommt es erneut zu einem Missverständnis.
Erst als die erfahrene Oma Kopisch den beiden Verliebten
ordentlich den Kopf wäscht, bietet sich die
Chance für ein Happy End am gemeinsamen Reiseziel
in Amsterdam.
"Alter Kahn und junge Liebe" ist eine
kurzweilig inszenierte Liebeskomödie, angesiedelt
in der optisch reizvoll fotografierten Rheinlandschaft.
Schlagerstar Roy Black bezaubert mit seinem jungenhaften
Charme und einer großen Palette seiner Hits.
Eddie Arent, Ralf Wolter und Edith Hancke setzen
neben Volksschauspieler Willy Millowitsch komödiantische
Akzente. Millowitschs Geburtstag jährte sich
am 8. Januar 2009 zum 100. Mal. Als Spross einer
traditionsreichen Theaterfamilie in Köln geboren,
stand Willy Millowitsch schon als Kind auf den legendären
Brettern, "und ab meinem 14. Lebensjahr hab
ich angefangen, ständig zu spielen".
Auch während des Krieges gab es für den
Schauspieler und Prinzipal des Millowitsch-Theaters
keine Pause. "Ich habe Fronttheater gemacht
bis zum totalen Krieg". Nach dem Krieg begann
dann seine beispiellose Karriere im Wirtschaftswunderland.
Die erste TV-Live-Übertragung aus einem deutschen
Theater kam im Oktober 1953 aus seinem Haus, die
danach regelmäßig übertragenen Theaterstücke
brachten eine Sehbeteiligung von bis zu 88 Prozent
und machten Willy Millowitsch zum Star. In den 50er-
und 60er-Jahren war er in Schlager- und Lustspielfilmen
auf der Kinoleinwand präsent ("Zwei Herzen
im Mai", 1957, "Herrliche Zeiten im Spessart",
1967, "Otto ist auf Frauen scharf", 1968),
und mit Schlagern wie "Wir sind alle kleine
Sünderlein" avancierte das Kölner
Urgestein zum Plattenstar.
In den 80er-Jahren reüssierte Millowitsch auch
als Darsteller anspruchsvoller Rollen. So spielte
er den Totengräber in "Hamlet" am
Bonner Theater, und ab 1990 begeisterte er das TV-Publikum
als Kommissar Klefisch, da war er über 80.
Schon zu seinen Lebzeiten, 1992, errichtete die
Stadt Köln ein Denkmal für ihn. Er starb
am 20. September 1999 in Köln, die ganze Stadt
trauerte um ihn.
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