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Krischan Klammbüdel hütet seit elf Jahren
die Kühe der Kummerower. Wo er im Winter lebt,
weiß keiner. Stets um die Osterzeit kommt
er in das kleine vorpommersche Dorf, just zu der
Zeit, wo in Kummerow die Kinder im kalten Mühlbach
stehen, um herauszufinden, wer es am längsten
aushält in der Kälte und sich dann "Heidekönig"
nennen darf. Das geschieht sehr zum Leidwesen von
Pastor Breithaupt, der das heidnische Treiben jedes
Jahr aufs Neue verhindern will. Auch Gottlieb Grambauer,
Vater des pfiffigen Martin, ist dem streitbaren
Seelenhirten ein Dorn im Auge, weil er "revolutionäre"
Ideen nicht nur in der Kindererziehung hegt. Müller
Düker wiederum ist das Ekel von Kummerow. Er
will nämlich Krischan für immer aus dem
Dorf vertreiben. Aber das werden die Kummerower
Kinder auf keinen Fall zulassen. Auch wenn Martin,
Johannes, Herrmann, Ulrike und die anderen sonst
nur Schabernack mit ihrem Lehrer, dem Pastor und
anderen im Dorf treiben - ihr Gespensterspuk auf
des Müllers Hof hat es in sich. Er führt
nämlich dazu, dass dem Müller Düker
zu seiner Strafe und dem Kuhhirten Krischan zu seinem
Recht verholfen wird. Nebenbei geben die Dorfkinder
dem Gemeinderat so manches gutes Beispiel für
Gerechtigkeitssinn, Herzensgüte und Ehrfurcht
vor dem Leben.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman
von Ehm Welk und erzählt humorvoll vom Leben
in einem vorpommerschen Dörfchen zur Kaiserzeit.
Kummerow steht hier für Biesenbrow (nördlich
von Angermünde und heute auch Ortsteil der
Stadt in der Uckermark), wo Ehm Welk am 29. August
1884 das Licht der Welt erblickte. Der zwischen
Heimatfilm und Lausbubengeschichte angesiedelte
Film war zu seiner Entstehungszeit 1967 die erste
offizielle ost-westdeutsche Gemeinschaftsproduktion
und entstand auf der Insel Rügen.
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