Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche

Deutscher Spielfilm von 1967
Regie Werner Jacobs
Drehbuch Johanna Sibelius und Eberhard Keindorff, nach dem Roman "Die Heiden von Kummerow" von Ehm Welk
Musik Rolf Wilhelm
Kamera Günter Haubold
Darsteller Pastor Kaspar Breithaupt - Paul Dahlke
Krischan Klammbüdel - Ralf Wolter
Müller Heinrich Düker - Fritz Tillmann
Bauer Gottlieb Grambauer - Rainer Penkert
Superintendent Sanftleben - Theo Lingen
Wachtmeister Niemeier - Günther Jerschke
Josef, Dükers Schwager - Wolfgang Jansen
Martin Grambauer - Jörg Resler
Ulrike Breithaupt - Karin Heidemann
Johannes Bärensprung - Gerald Schraml
und andere

Krischan Klammbüdel hütet seit elf Jahren die Kühe der Kummerower. Wo er im Winter lebt, weiß keiner. Stets um die Osterzeit kommt er in das kleine vorpommersche Dorf, just zu der Zeit, wo in Kummerow die Kinder im kalten Mühlbach stehen, um herauszufinden, wer es am längsten aushält in der Kälte und sich dann "Heidekönig" nennen darf. Das geschieht sehr zum Leidwesen von Pastor Breithaupt, der das heidnische Treiben jedes Jahr aufs Neue verhindern will. Auch Gottlieb Grambauer, Vater des pfiffigen Martin, ist dem streitbaren Seelenhirten ein Dorn im Auge, weil er "revolutionäre" Ideen nicht nur in der Kindererziehung hegt. Müller Düker wiederum ist das Ekel von Kummerow. Er will nämlich Krischan für immer aus dem Dorf vertreiben. Aber das werden die Kummerower Kinder auf keinen Fall zulassen. Auch wenn Martin, Johannes, Herrmann, Ulrike und die anderen sonst nur Schabernack mit ihrem Lehrer, dem Pastor und anderen im Dorf treiben - ihr Gespensterspuk auf des Müllers Hof hat es in sich. Er führt nämlich dazu, dass dem Müller Düker zu seiner Strafe und dem Kuhhirten Krischan zu seinem Recht verholfen wird. Nebenbei geben die Dorfkinder dem Gemeinderat so manches gutes Beispiel für Gerechtigkeitssinn, Herzensgüte und Ehrfurcht vor dem Leben.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Ehm Welk und erzählt humorvoll vom Leben in einem vorpommerschen Dörfchen zur Kaiserzeit. Kummerow steht hier für Biesenbrow (nördlich von Angermünde und heute auch Ortsteil der Stadt in der Uckermark), wo Ehm Welk am 29. August 1884 das Licht der Welt erblickte. Der zwischen Heimatfilm und Lausbubengeschichte angesiedelte Film war zu seiner Entstehungszeit 1967 die erste offizielle ost-westdeutsche Gemeinschaftsproduktion und entstand auf der Insel Rügen.
   

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