Mariandl

Österreichischer Spielfilm von 1961
Regie Werner Jacobs
Drehbuch Janne Furch, nach dem Bühnenstück "Der Hofrat Geiger" von Martin Costa
Musik Johannes Fehring, Hans Lang und Christian Bruhn
Kamera Elio Carniel
Darsteller Mariandl Mühlhuber - Cornelia Froboess
Hofrat Franz Geiger - Rudolf Prack
Marianne Mühlhuber - Waltraut Haas
Windischgruber - Hans Moser
Gustav Pfüller - Gunther Philipp
Peter Hofer - Peter Weck
Franzi, Geigers Haushälterin - Susi Nicoletti
Steffi, Hofers Freundin - Edith Elmay
Liesl, Franzis Freundin - Andrea Klass
Theres, Kellnerin - Elisabeth Stiepl
und andere

Marianne Mühlhuber ist als Köchin und Kellnerin die gute Seele vom Gasthof "Zur Goldenen Gans" in der Wachau und alleinerziehende Mutter ihrer mittlerweile 17-jährigen Mariandl. Der Gasthof, der dem alten knorrigen Windischgruber gehört, ist ziemlich pleite. Das Geld ist also knapp und so hat Mariandl, die Musik studieren will, ein Stipendiumsgesuch ans zuständige Wiener Ministerium eingereicht. Als ihr Gesuch abgelehnt wird, schaut sie - kess wie sie ist - persönlich im Amt vorbei, um die Gründe zu erfahren. Dabei trifft sie zunächst auf den Sekretär Peter Hofer, dessen neuer Chef, Hofrat Geiger, sich dann persönlich der doch noch aufgetauchten Akte Mühlhuber annimmt.

Bei gründlicher Prüfung der Aktenlage dämmert Geiger, dass Mariandl seine eigene Tochter ist - vor 18 Jahren verbrachte Geiger als Soldat einige selige Urlaubswochen mit der jungen Marianne Mühlhuber in der "Goldenen Gans". Geiger, immer noch Junggeselle, erinnert sich an jene schöne Zeit mit Marianne, aber auch der Gedanke, Mariandls Vater zu sein, gefällt ihm sehr. Er reist dem jungen Mädchen nach Dürnstein in die Wachau nach. Marianne ist im Begriff, dem Werben des reichen Hoteliers Gustl Pfüller nachzugeben, um ihrer schwierigen finanziellen Lage zu entkommen. Das gefällt weder Opa Windischgruber noch ihrer Tochter, und Hofrat Geiger ist natürlich auch enttäuscht. Doch ganz so kampflos will er dann doch nicht von dannen ziehen. Schließlich kommen sich Geiger und Marianne wieder näher, und auch zwischen Mariandl und Peter Hofer, der inzwischen auch in Dürnstein aufgetaucht ist, knistert es heftig.

Mit "Mariandl" inszenierte Werner Jacobs (1909-1999) einen heiteren Unterhaltungsklassiker mit starkem Heimatfilm-Einschlag, charmanter Besetzung und reizendem österreichischen Lokalkolorit der idyllischen Wachau. Jacobs Remake des "Hofrat Geiger"-Stoffes war so erfolgreich, dass nur ein Jahr später mit gleicher Besetzung die Fortsetzung "Mariandls Heimkehr" folgte. Das berühmte Titellied "Mariandl" von Hans Lang und Kurt Nachmann singt Conny Froboess selbst, es wurde zu einem ihrer größten Hits aus ihrer Zeit als Schlagersängerin, der sie eine imposante Karriere als Charakterdarstellerin vor allem am Theater folgen ließ. Auch die Besetzung lässt für Freunde und Kenner deutscher Nachkriegskomödien keine Wünsche offen: Conny (Cornelia) Froboess, Peter Weck, Rudolf Prack, Waltraut Haas, Gunther Philipp, Hans Moser - alles, was Rang und Namen hat, ist hier vertreten.
   

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