Und so was muss um acht ins Bett

Spielfilm BRD/Österreich 1964
Regie Werner Jacobs
Drehbuch Eckart Hachfeld und Janne Furch
Musik Johannes Fehring
Kamera Sepp Ketterer
Darsteller Dr. Eduard Frank - Peter Alexander
Margret - Gitte Haenning
Angelika Weiß - Ingeborg Schöner
Dr. Arthur Schäfer - Gunther Philipp
Frau Dr. Diehlmann - Loni Heuser
Direktor Rieger - Peter Gerhard
Frau Dr. Schwabe - Lotte Lang
Fräulein Hampel - Elisabeth Stiepl
Fräulein Bichler - Helli Servi
Karlchen - Ulrike Thiel
und andere

Der vertrottelte, aber beliebte Schweizer Lehrer Dr. Eduard Frank wird in ein Kärntner Mädcheninternat versetzt. Schon auf der Anreise im Wohnwagen seines Freundes, des Playboy-Zahnarztes Dr. Arthur Schäfer, gibt es die erste Panne. Eduard steigt auf einem Rastplatz aus und wird prompt im Pyjama auf der Autobahn zurückgelassen. Eine resolute junge Dame nimmt ihn schließlich auf ihrem Motorroller mit. Im Internat trifft Eduard sie erstaunt wieder - als seine Kollegin und Sportlehrerin Angelika Weiß.

Die nächste Überraschung fällt dafür umso unangenehmer aus. Eduard merkt sehr bald, dass seine Oberprima aus einer Clique rebellischer Mädchen besteht. Prinzessin Margret sowie ihre Freundinnen Karlchen, Murmelchen und Ines haben bereits das altjüngferliche Kollegium der strengen Direktorin Diehlmann an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht. Auch Eduard wird rasch zum Opfer ihrer frechen Streiche. Die Sammlung von Würmern in der Schublade missversteht er noch als Geschenk an ihn, den passionierten Angler. Als er jedoch in einer Nacht gleich mehrere Dutzend in seinem Schlafzimmer versteckte Wecker hintereinander ausschalten muss, hört für ihn der Spaß auf. Er ist kurz davor abzureisen.

Nur die Sympathie für seine Kollegin Angelika hält ihn noch im Internat. Margret merkt das und arrangiert einen feurigen Liebesbriefwechsel zwischen den beiden. Die Mädchen halten Eduard auch sonst auf Trab, indem sie während der Sportstunde nur im Bikini bekleidet das örtliche Kurkonzert stürmen. Der Direktorin und ihrem Kollegium genügt dies, um Eduard endgültig zu entlassen. Sie haben jedoch die Rechnung ohne ihre Schülerinnen gemacht. Diese spüren längst, dass ihr "Frankli" gar nicht unsympathisch ist. Margret, die sich unversehens in Eduard verliebt hat, organisiert einen Streik.

In Werner Jacobs' beschwingter Schlagerkomödie über jugendlichen und verliebten Leichtsinn überzeugt Schlagerstar, TV-Entertainer und Schauspieler Peter Alexander als liebenswert schusseliger Lehrer nicht nur seine aufsässige Schülerin, gespielt von Schlagerkollegin Gitte Haenning, sondern auch die Zuschauer. Peter Alexander und sein Regisseur Werner Jacobs waren erprobt im Schulmilieu. Zusammen schlugen sie Schlachten, u.a. in "Der Musterknabe" (1963) und in den beiden Lümmel-Filmen "Zum Teufel mit der Penne" (1968) und "Hurra, die Schule brennt!" (1969). Peter Alexander wäre am 30. Juni 2011 85 Jahre alt geworden.

Auch Gitte Haenning feierte 2011 einen runden Geburtstag. Die erfolgreiche Schlagersängerin und Schauspielerin wurde am 29. Juni 65 Jahre alt. Mit acht Jahren singt Gitte Haenning gemeinsam mit ihrem Vater im Fernsehen, mit zwölf ist sie der berühmteste Kinderstar in Skandinavien. Mit ihrem Titel "Ich will 'nen Cowboy als Mann" erobert sie 1963 die deutsche Hitparade, und in der Folgezeit tritt sie gemeinsam mit Rex Gildo auf. Mit Titeln wie "Zwei auf einer Bank" werden sie zum beliebtesten Duo auf dem deutschen Schlagermarkt. Gitte spielt in mehreren Filmen und ist in den 1970er-Jahren mit Titeln wie "So schön kann doch kein Mann sein" (1975) und "Lass mich heute nicht allein" (1976) sehr erfolgreich. In den 1980er-Jahren wandelt sie sich zur ernsthaften Pop-Interpretin, singt Anfang der 1990er-Jahre im Musical "Shakespeare & Rock'n Roll", danach geht sie u.a. mit ihrem "In Jazz"-Programm auf Tournee. Von 2004 bis 2007 tourt sie gemeinsam mit Wencke Myhre und Sim Malmkvist ("GWS - Die Show") durch Deutschland. Auch in den Folgejahren steht sie immer wieder auf den Konzertbühnen, so u. a. mit dem jazzorientierten Programm "Ich will" und "Ich will alles" und ihrem 13-Personen-Orchester. Gitte Haenning lebt in Berlin.
   

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