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England, Ende des 18. Jahrhunderts: Die junge, temperamentvolle
Jane Austen wächst in der ländlichen Region
Hampshire auf. Ihre Eltern, der Reverend Austen
und seine Frau, würden ihre jüngste Tochter
gerne mit dem wohlhabenden Mr. Wisley verheiraten.
Gegen den Widerstand ihrer Familie lehnt Jane die
Vernunftehe ab - sie will aus Liebe heiraten, nicht
aus finanziellen Beweggründen. Auch Janes literarische
Ambitionen stoßen bei ihrer Mutter auf wenig
Verständnis. Nach anfänglicher Abneigung
freundet Jane sich mit dem angehenden Juristen Tom
Lefroy an. Tom ist ein aufgeschlossener Geist, der
sich konstruktiv mit Janes schriftstellerischen
Versuchen auseinandersetzt und ihr mit Henry Fieldings
Roman "Tom Jones: Die Geschichte eines Findelkindes"
zu einem literarischen Schlüsselerlebnis verhilft.
Es dauert nicht lange, bis die beiden sich ineinander
verlieben und heiraten wollen. Toms reicher Onkel,
der Richter Langlois, verwehrt ihnen jedoch seinen
Segen - aufgrund einer Verleumdung vermutet er in
Jane eine Mitgiftjägerin. Da Tom finanziell
von Langlois abhängig ist, bleibt ihm keine
Wahl, als sich dem Willen seines Onkels zu beugen
und sich von Jane zu trennen. Doch schon bald spürt
er, dass er ohne sie nicht leben will. Die beiden
beschließen, heimlich miteinander durchzubrennen.
Bis Jane zufällig erfährt, wie sehr Toms
verarmte Familie unter seiner romantischen Flucht
und den Konsequenzen des Onkels zu leiden hätte.
Trotz einiger dramaturgischer Freiheiten orientiert
"Geliebte Jane Austen" sich in vielen
Punkten am tatsächlichen Leben der Schriftstellerin
- hier eindrucksvoll verkörpert von Anne Hathaway.
Stilistisch gelingt Regisseur Julian Jarrold dabei
eine raffinierte Gratwanderung: Gibt der Film sich
mit seinen geistreichen Dialog-Duellen zunächst
wie ein luftig-leichtes Gesellschaftsporträt,
so entwickelt die Geschichte sich im weiteren Verlauf
zu einem berührenden Melodram über Standesdünkel
und unerfüllte Liebe.
"Geliebte Jane Austen" macht die sozialen
Zwänge nachfühlbar, unter denen eine freigeistige
Frau im ausgehenden 18. Jahrhundert zu leiden hatte
- Zwänge, die in gewisser Weise aber auch Austens
Drang zu einer künstlerischen Auseinandersetzung
erst richtig anfachten. Jane Austen, die brillante
Beobachterin zwischenmenschlicher Beziehungen, blieb
übrigens zeitlebens unverheiratet. Ihre Beziehung
zu Tom Lefroy, so vermuten manche Biografen, verarbeitete
sie in dem Roman "Stolz und Vorurteil".
Zum Star-Ensemble des Films gehören James McAvoy,
Julie Walters und James Cromwell.
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