Die fabelhafte Welt der Amélie

Französischer Spielfilm von 2001
Regie Jean-Pierre Jeunet
Drehbuch Guillaume Laurant und Jean-Pierre Jeunet
Musik Yann Tiersen
Kamera Bruno Delbonnel
Darsteller Amélie Poulain - Audrey Tautou
Nino Quincampoix - Mathieu Kassovitz
Raphaël Poulain - Rufus
Madeleine Wallace - Yolande Moreau
Hipolito - Artus de Penguern
Collignon - Urbain Cancelier
Joseph - Dominique Pinon
Bretodeau - Maurice Bénichou
Eva - Claude Perron
Vater Collignon - Michel Robin
und andere

Die schüchterne, kontaktarme Kellnerin Amélie lebt in einer höchst eigenwilligen Traumwelt, bis sie durch Zufall in ihrer Wohnung eine Blechschachtel mit alten Spielsachen findet, die ihre Neugierde weckt und die introvertierte Frau dazu bringt, aus sich herauszugehen: Amélie beginnt damit, Leid und Glück ihrer Mitmenschen zu erforschen und zu manipulieren. Dabei entdeckt sie in dem jungen Nino, einem Angestellten einer Peepshow, einen Seelenverwandten - doch bis die beiden auf verschlungenen Wegen zueinander finden, wirbelt Amélie das Leben einiger Menschen in ihrem näheren und weiteren Umkreis gehörig durcheinander.

Nach seinem Gastspiel im amerikanischen Science Fiction-Genre hat der französische Regisseur und Autor Jean-Pierre Jeunet ("Delicatessen") mit "Die fabelhafte Welt der Amélie" ein hinreißendes, poetisches Großstadtmärchen geschaffen. Mit traumhafter Leichtigkeit und atemberaubendem Erfindungsreichtum erzählt Jeunet von einer introvertierten Träumerin, deren komplexe Innenwelt in einem wahren Bildersturm sichtbar gemacht wird.
Ursprünglich der Britin Emily Watson auf den Leib geschrieben, die jedoch in letzter Sekunde absagte, verkörpert die eingesprungene Audrey Tautou mit ihrem schelmisch-verschmitzten Lächeln geradezu die "Corporate Identity" dieses Films. Liebevoll ausgesuchte Sets, hinreißend beobachtete Details und mit Bedacht eingesetzte Computeranimationen runden diesen großen Wurf zu einem Gesamtkunstwerk ab, in dem auch die Musik überzeugt und man neben Mathieu Kassovitz oder Dominique Pinon eigentlich jeden einzelnen (Neben-)Darsteller ins Herz schließt.
   

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