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Die schüchterne, kontaktarme Kellnerin Amélie
lebt in einer höchst eigenwilligen Traumwelt,
bis sie durch Zufall in ihrer Wohnung eine Blechschachtel
mit alten Spielsachen findet, die ihre Neugierde
weckt und die introvertierte Frau dazu bringt, aus
sich herauszugehen: Amélie beginnt damit,
Leid und Glück ihrer Mitmenschen zu erforschen
und zu manipulieren. Dabei entdeckt sie in dem jungen
Nino, einem Angestellten einer Peepshow, einen Seelenverwandten
- doch bis die beiden auf verschlungenen Wegen zueinander
finden, wirbelt Amélie das Leben einiger
Menschen in ihrem näheren und weiteren Umkreis
gehörig durcheinander.
Nach seinem Gastspiel im amerikanischen Science
Fiction-Genre hat der französische Regisseur
und Autor Jean-Pierre Jeunet ("Delicatessen")
mit "Die fabelhafte Welt der Amélie"
ein hinreißendes, poetisches Großstadtmärchen
geschaffen. Mit traumhafter Leichtigkeit und atemberaubendem
Erfindungsreichtum erzählt Jeunet von einer
introvertierten Träumerin, deren komplexe Innenwelt
in einem wahren Bildersturm sichtbar gemacht wird.
Ursprünglich der Britin Emily Watson auf den
Leib geschrieben, die jedoch in letzter Sekunde
absagte, verkörpert die eingesprungene Audrey
Tautou mit ihrem schelmisch-verschmitzten Lächeln
geradezu die "Corporate Identity" dieses
Films. Liebevoll ausgesuchte Sets, hinreißend
beobachtete Details und mit Bedacht eingesetzte
Computeranimationen runden diesen großen Wurf
zu einem Gesamtkunstwerk ab, in dem auch die Musik
überzeugt und man neben Mathieu Kassovitz oder
Dominique Pinon eigentlich jeden einzelnen (Neben-)Darsteller
ins Herz schließt.
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