Oh Happy Day

Spielfilm aus Dänemark und Großbritannien von 2004
Regie Hella Joof
Drehbuch Lotte Andersen, Jannik Johansen und Hella Joof
Musik Rick Astley
Kamera Eigil Bryld
Darsteller Hannah - Lotte Andersen
Moses Jackson - Malik Yoba
Grethe - Ditte Gråbøl
Lasse - Lars Hjortshøj
Krüger - Søren Fauli
Preben - Kurt Ravn
Kirsten - Ditte Hansen
Shirley - Lærke Winther Andersen
Henrik - Rune Herholt
Kjell - Michael Moritzen
und andere

Hannah ist eine typisch dänische Hausfrau, die sich mit vielem arrangiert hat und ohne Ambitionen in einem kleinen dänischen Provinznest versauert. Das Einzige, worauf ihr Mann noch scharf ist, ist seine Arbeit und seine Modelleisenbahn. Die Teilnahme an der wöchentlichen Probe beim örtlichen Kirchenchor zusammen mit ihrer Freundin Grethe ist bereits die große Abwechslung, auch wenn der Gesang reichlich müde und uninspiriert daherkommt. Dementsprechend ist der Gewinn von zwei Tickets für das Konzert eines echten amerikanischen Gospelchors schon das Highlight des Jahres, und die Freundinnen sind überwältigt von der dargebotenen mitreißenden Musik.

Beseelt von der Musik radelt Hannah nach Hause - und gerät vor lauter Träumerei dem Tourbus des Gospelchores mit ihrem Fahrrad in die Quere. Es kommt zu einer Vollbremsung mit Folgen: Hannah bleibt zwar unverletzt, aber ausgerechnet der teuflisch gut aussehende Vorsänger Moses Jackson verletzt sich und kann die Tournee vorerst nicht fortsetzen. Grethe lädt den Profi-Musiker zur nächsten Probe ihres Kirchenchores ein. Moses Jackson kommt tatsächlich in die kleine Kirche und hört sich die sehr eigene Interpretation des Klassikers "Oh Happy Day" an - die vom Gospel mindestens so weit entfernt ist wie Dänemark von Harlem. Doch Jackson ist gerührt von der spirituellen und musikalischen Unbedarftheit dieser sympathischen, weltfremden Menschen. Der schwarze Prediger übernimmt vorübergehend die Leitung des Chors. Er entdeckt Hannahs großes Gesangstalent und Hannah entdeckt die Liebe ...
Die in Dänemark äußerst populäre Komikerin Hella Joof liefert mit ihrem zweiten Spielfilm ein Feelgood-Movie der feinsten Sorte ab. Wie sie das verkrampfte ländliche Milieu mit der Ausgelassenheit und Leidenschaft des schwarzen Predigers konfrontiert, ist nicht nur ungeheuer komisch, sondern darüber hinaus geht es in "Oh Happy Day" auch um Werte wie Vertrauen und Gemeinsamkeit. Und nicht zuletzt ermutigt Hannahs Geschichte dazu, die eigene Stimme zu erheben - und das Leben auszukosten.
   

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