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Hannah ist eine typisch dänische Hausfrau,
die sich mit vielem arrangiert hat und ohne Ambitionen
in einem kleinen dänischen Provinznest versauert.
Das Einzige, worauf ihr Mann noch scharf ist, ist
seine Arbeit und seine Modelleisenbahn. Die Teilnahme
an der wöchentlichen Probe beim örtlichen
Kirchenchor zusammen mit ihrer Freundin Grethe ist
bereits die große Abwechslung, auch wenn der
Gesang reichlich müde und uninspiriert daherkommt.
Dementsprechend ist der Gewinn von zwei Tickets
für das Konzert eines echten amerikanischen
Gospelchors schon das Highlight des Jahres, und
die Freundinnen sind überwältigt von der
dargebotenen mitreißenden Musik.
Beseelt von der Musik radelt Hannah nach Hause -
und gerät vor lauter Träumerei dem Tourbus
des Gospelchores mit ihrem Fahrrad in die Quere.
Es kommt zu einer Vollbremsung mit Folgen: Hannah
bleibt zwar unverletzt, aber ausgerechnet der teuflisch
gut aussehende Vorsänger Moses Jackson verletzt
sich und kann die Tournee vorerst nicht fortsetzen.
Grethe lädt den Profi-Musiker zur nächsten
Probe ihres Kirchenchores ein. Moses Jackson kommt
tatsächlich in die kleine Kirche und hört
sich die sehr eigene Interpretation des Klassikers
"Oh Happy Day" an - die vom Gospel mindestens
so weit entfernt ist wie Dänemark von Harlem.
Doch Jackson ist gerührt von der spirituellen
und musikalischen Unbedarftheit dieser sympathischen,
weltfremden Menschen. Der schwarze Prediger übernimmt
vorübergehend die Leitung des Chors. Er entdeckt
Hannahs großes Gesangstalent und Hannah entdeckt
die Liebe ...
Die in Dänemark äußerst populäre
Komikerin Hella Joof liefert mit ihrem zweiten Spielfilm
ein Feelgood-Movie der feinsten Sorte ab. Wie sie
das verkrampfte ländliche Milieu mit der Ausgelassenheit
und Leidenschaft des schwarzen Predigers konfrontiert,
ist nicht nur ungeheuer komisch, sondern darüber
hinaus geht es in "Oh Happy Day" auch
um Werte wie Vertrauen und Gemeinsamkeit. Und nicht
zuletzt ermutigt Hannahs Geschichte dazu, die eigene
Stimme zu erheben - und das Leben auszukosten.
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