Ein Stück vom Himmel

Deutscher Spielfilm von 1957
Regie Rudolf Jugert
Drehbuch Paul Helwig und Juliane Kay
Musik Franz Grothe
Kamera Günter Senftleben
Darsteller Christine von Pröhl - Ingrid Andree
Peter Keller - Toni Sailer
Willi - Georg Thomalla
Erika - Margit Saad
Ronald Henning - Erik Schumann
Ludwig von Pröhl - Gustav Knuth
Elfriede - Chariklia Baxevanos
Sir Jack Taft-Holery - Boy Gobert
E. Müller - Rudolf Vogel
Josephus - Paul Henckels
und andere

1957 inszenierte Rudolf Jugert - bekannt geworden unter anderem durch seine Filme "Film ohne Titel" (1947), "Nachts auf den Straßen" (1951) und "Axel Munthe, der Arzt von San Michele" (1962) - seine romantische Liebesgeschichte in der beeindruckenden Kulisse der Alpenwelt mit einem Debütanten in der Hauptrolle: Toni Sailer.
Die sympathische Ausstrahlung Sailers, seine natürliche Begabung für das Spielen und sein gutes Aussehen führten dazu, dass es nicht bei einem einmaligen Gastspiel vor der Kamera blieb. Er spielte in etwa 25 Filmen, darunter "Herr der weißen Berge"? (1960) und "Kauf dir einen bunten Luftballon" (1960). Nebenbei besang der Allrounder Toni Sailer auch noch 18 Schallplatten. Filmpartnerin Ingrid Andree war in den fünfziger Jahren der Idealtyp für junge Heroinen im deutschen Unterhaltungsfilm: zart-zerbrechlich und doch energisch. 1951 von Rolf Thiele für seinen Film "Primanerinnen" entdeckt, hat sie in über 40 Kinofilmen (u.a. "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull", "Drei vom Varieté", "Der Rest ist Schweigen") mitgewirkt. Auf den Bühnen von Hamburg, München oder Köln gehört sie seit Jahrzehnten zu den großen Stars.

Mehr als fürsorglich kümmert sich Tankstellenwart Willi um seinen Freund Peter, der als Student in den Ferien bei ihm arbeitet, um seine kärglichen Finanzen aufzubessern. Peter aber ist nicht begeistert, als er von der Anzeige erfährt, die Willi aufgegeben hat. Der Inhalt: Werkstudent sucht Werkstudentin zwecks Freizeitgestaltung. Kennzeichen Dahlie. Seine Missstimmung legt sich dann schlagartig, als ihm die Annonce die Bekanntschaft mit der bildhübschen, zierlichen Christine vermittelt.

Er schlägt ihr den Park des Schlosses Pröhl für das erste Rendezvous vor - nicht ahnend, dass Christine die Tochter des millionenschweren Schlossherrn und auf Wunsch des Vaters mit dem pedantischen Ronald Henning verlobt ist. Je mehr Christine sich in Peter verliebt, desto schlechter wird ihr Gewissen, desto weniger aber glaubt sie, sich ihm anvertrauen zu können. Da passiert das unvermeidliche Unglück. Peter erfährt von anderer Seite, wer Christine ist, und - was noch schlimmer ist - auch von der Verlobung. Tief unglücklich zieht er sich von Christine zurück. Aber auch Christines Leben hat sich verändert, denn wer einmal ein Stück vom Himmel gesehen hat, findet nie mehr ganz auf die Erde zurück.
   

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