|
1957 inszenierte Rudolf Jugert - bekannt geworden
unter anderem durch seine Filme "Film ohne
Titel" (1947), "Nachts auf den Straßen"
(1951) und "Axel Munthe, der Arzt von San Michele"
(1962) - seine romantische Liebesgeschichte in der
beeindruckenden Kulisse der Alpenwelt mit einem
Debütanten in der Hauptrolle: Toni Sailer.
Die sympathische Ausstrahlung Sailers, seine natürliche
Begabung für das Spielen und sein gutes Aussehen
führten dazu, dass es nicht bei einem einmaligen
Gastspiel vor der Kamera blieb. Er spielte in etwa
25 Filmen, darunter "Herr der weißen
Berge"? (1960) und "Kauf dir einen bunten
Luftballon" (1960). Nebenbei besang der Allrounder
Toni Sailer auch noch 18 Schallplatten. Filmpartnerin
Ingrid Andree war in den fünfziger Jahren der
Idealtyp für junge Heroinen im deutschen Unterhaltungsfilm:
zart-zerbrechlich und doch energisch. 1951 von Rolf
Thiele für seinen Film "Primanerinnen"
entdeckt, hat sie in über 40 Kinofilmen (u.a.
"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull",
"Drei vom Varieté", "Der Rest
ist Schweigen") mitgewirkt. Auf den Bühnen
von Hamburg, München oder Köln gehört
sie seit Jahrzehnten zu den großen Stars.
Mehr als fürsorglich kümmert sich Tankstellenwart
Willi um seinen Freund Peter, der als Student in
den Ferien bei ihm arbeitet, um seine kärglichen
Finanzen aufzubessern. Peter aber ist nicht begeistert,
als er von der Anzeige erfährt, die Willi aufgegeben
hat. Der Inhalt: Werkstudent sucht Werkstudentin
zwecks Freizeitgestaltung. Kennzeichen Dahlie. Seine
Missstimmung legt sich dann schlagartig, als ihm
die Annonce die Bekanntschaft mit der bildhübschen,
zierlichen Christine vermittelt.
Er schlägt ihr den Park des Schlosses Pröhl
für das erste Rendezvous vor - nicht ahnend,
dass Christine die Tochter des millionenschweren
Schlossherrn und auf Wunsch des Vaters mit dem pedantischen
Ronald Henning verlobt ist. Je mehr Christine sich
in Peter verliebt, desto schlechter wird ihr Gewissen,
desto weniger aber glaubt sie, sich ihm anvertrauen
zu können. Da passiert das unvermeidliche Unglück.
Peter erfährt von anderer Seite, wer Christine
ist, und - was noch schlimmer ist - auch von der
Verlobung. Tief unglücklich zieht er sich von
Christine zurück. Aber auch Christines Leben
hat sich verändert, denn wer einmal ein Stück
vom Himmel gesehen hat, findet nie mehr ganz auf
die Erde zurück.
|